Es ist schon erschreckend, in welcher Welt wir mittlerweile leben.
Ich gebe es offen zu: Ich habe seit Jahren Probleme mit meinem Gewicht. Mal runter, mal wieder rauf, der typische Jojo-Effekt.
Ich versuche immer wieder Lösungen zu finden, die mich unterstützen, ohne dass ich noch mehr kaputt mache an mir. Ich bin 58, mein Körper hat einiges erlebt, und wer meinen Blog kennt, weiß: Ich hatte denselben Unfall wie Michael Schumacher, nur einen Tag später – und mein Körper ist seitdem nicht mehr derselbe.
Also klickt man irgendwann auf Empfehlungen, wenn einem etwas angezeigt wird.
Man sucht Wege, die vielleicht helfen könnten.
Nur – diesmal bin ich fast in eine richtige Abzockfalle getappt.
Und woher kam der Link?
Aus der BILD-Zeitung.
Ja – dem Axel-Springer-Verlag.
Dem angeblich „seriösen Boulevardblatt“, das sich moralisch immer so aufbläst.
Ich scrolle also durch einen Artikel, sehe rechts eine Anzeige:
„GingerFit – natürlich abnehmen ohne Diät! Arzt bestätigt: 12 kg in 2 Wochen möglich.“
Ich denke mir: Aha, wieder so ein Versprechen – aber man klickt aus reiner Neugier.
Und da ging der ganze Wahnsinn erst los.
Eine Seite wie aus der Betrugs-Hölle – und das über BILD?!
Der Link führte zu einer Seite, die alles beinhaltet, was man aus klassischen Abzockmodellen kennt:
reißerische Überschriften
angebliche wissenschaftliche Studien
Fake-Arztempfehlungen
Fake-Kundenbewertungen
und ganz unten ein dubioser Checkout über eine Seite namens
checkout-ds24.com
Allein der Name sagt schon alles.
Keine Firma, keine Impressumspflicht, keine Transparenz – einfach eine generische „Kassenseite“, wie sie Betrüger tausendfach nutzen.
Und dann das nächste Highlight:
Tracking-Codes wie im Scam-Hochladen:
aff=ara888&cid=691cde4f53f71328a5c3136b
Das heißt:
jemand verdient an jedem Kauf mit
jemand schleust Kunden über Werbewege in eine Falle
und BILD (!) kassiert über solche Werbeanzeigen ebenfalls ab
Und DAS nennt sich dann Journalismus?
Oder seriöse Werbepartner?
Axel Springer sollte sich schämen, sowas überhaupt auf seiner Seite durchzulassen.
Warum GingerFit höchstwahrscheinlich Betrug ist
KI hin oder her – das System ist alt bekannt.
Ich habe viele solcher Versuche gesehen, und der Aufbau ist immer derselbe.
Hier ein paar Punkte (und davon gibt’s reichlich):
1. Es gibt keine natürliche Pille der Welt, die Fett ohne Sport verbrennt.
Wenn Ingwer das könnte, wäre die Pharmaindustrie schon längst pleite.
2. Wunderprodukte ohne Zutatenliste = sofortiger Scam-Alarm.
3. Keine echte Firma, kein Impressum, kein Sitz – nichts.
4. Abofallen: Manche Leute bestellen einmal und zahlen plötzlich 59–129 € im Monat.
5. Billige China-Kapseln, die du für 1 € pro 100 Stück kaufen kannst — verkauft für 39,90 € pro Packung.
6. Viele Kunden berichten: Paket kommt nie an, Geld ist weg.
Diese Dinge kann man mittlerweile alle blind erkennen, wenn man lange genug im Internet unterwegs ist.
Aber dass so eine Seite über die BILD-Zeitung promotet wird, ist wirklich ein Hammer.
Was macht Axel Springer da eigentlich?
BILD war früher mal dafür bekannt, gefährlich nahe an der Grenze zu arbeiten – aber selbst BILD hatte eine gewisse journalistische Linie.
Heute scheint die Devise zu sein:
„Wenn Werbung zahlt, lassen wir sie laufen – egal wie kriminell sie ist.“
Ist das wirklich der Zustand deutscher Medien?
Dass angebliche Qualitätsverlage Webseiten einblenden, die unsere älteren Mitbürger, unsere Arbeitslosen, unsere Kranken und diejenigen, die mit ihrem Gewicht kämpfen, eiskalt in die Falle laufen lassen?
Und ja – solche Menschen wie ich werden dadurch besonders angreifbar:
man will Gewicht reduzieren
man sucht Wege
man kämpft mit Gesundheit
man hat kein Geld für teure Ernährungsprogramme
Und genau dort greifen diese Werbenetzwerke ein.
Und BILD verdient daran mit.
Mein klares Fazit
Ich rechne offen damit:
GingerFit ist ein Betrugsmodell.
Ein auf Gewinnmaximierung ausgelegtes Affiliate-Netzwerk, das Menschen ausnimmt, die eine Lösung suchen.
Eine Pille, die nichts kann, außer deinem Konto Geld abzuziehen.
👉 Dass Axel Springer sowas unterstützt, ist ein Skandal.
👉 Dass BILD sowas einblendet, ist asozial.
👉 Und dass Menschen über solche Produkte abgezockt werden, ist nicht akzeptabel.
Ich werde diesen Fall weiter beobachten und alles auf meinem Blog dokumentieren.
Denn wer meinen Blog kennt, weiß:
Ich sage die Dinge, wie sie sind – und nicht, wie sie gerne verkauft werden.
