Söder, kürzen Sie zuerst im politischen Selbstbedienungsladen

Markus_Soeder, wenn Sie schon von sozialer Gerechtigkeit und Respekt gegenüber Steuerzahlern reden, dann fangen wir doch bitte zuerst bei Ihnen und Ihren politischen Kollegen an.

Reformieren wir doch mal den politischen Betrieb.

Schaffen wir das Dienstwagenprivileg ab.
Schaffen wir den Diäten-Automatismus ab.
Kürzen wir überzogene Abgeordnetenbezüge.
Streichen wir Sonderversorgungen und politische Luxus-Renten.
Sorgen wir dafür, dass Politiker und hohe Beamte endlich in die normale Rentenkasse und das Gesundheitssystem einzahlen.

Denn auch das bezahlt der Steuerzahler.

Wenn Bürgergeldempfänger angeblich zu viel bekommen, warum reden wir dann nicht genauso laut über politische Versorgungsposten, Pensionen, Nebeneinkünfte, Aufsichtsräte, Beraterverträge und Parteifilz?

Wo war denn die harte Reformbereitschaft bei Maut-Debakel, Maskenaffären, Cum-Ex, Plagiatsvorwürfen und all den politischen Fehlleistungen, die den Bürger Milliarden gekostet haben?

Da wird Verantwortung gerne weggeschoben.
Da werden Rücktritte weich abgefedert.
Da fallen viele am Ende wieder nach oben.
Und der Steuerzahler bezahlt.

Aber beim kleinen Mann, beim Arbeitslosen, beim Kranken, beim Rentner und bei denen, die ohnehin schon jeden Cent umdrehen müssen, da entdeckt die Politik plötzlich ihre Härte.

Soziale Gerechtigkeit bedeutet nicht, nach unten zu treten, während oben weiter kassiert wird.

Soziale Gerechtigkeit bedeutet auch, dass die politische Klasse endlich selbst abspeckt.

Wann kommt also die Reform im Bereich Politik, Herr Söder?

Wann kürzen Sie bei sich selbst?
Wann zahlen Politiker in dieselben Kassen ein wie die Bürger?
Wann wird politische Fehlleistung endlich persönlich spürbar?
Wann hört dieses System auf, sich selbst zu versorgen und dem Bürger die Rechnung vor die Füße zu werfen?

Denn eines ist klar:

Nicht nur Bürgergeld kostet Steuergeld.

Auch diese aufgeblähte Politik kostet Steuergeld.
Auch politische Fehler kosten Steuergeld.
Auch Privilegien kosten Steuergeld.
Auch Ihre Apparate kosten Steuergeld.

Wer Respekt vor Steuerzahlern fordert, muss zuerst Respekt zeigen.

Und das beginnt nicht beim Kürzen ganz unten.

Das beginnt ganz oben.

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Veröffentlicht von

carrabelloy

Meine Hobbys sind so vielseitig wie meine Gedanken. Ich begeistere mich für /ho#Open-#Source-#Software & arbeite gerne #Linux & anderen Tools in diesem Bereich. Dabei tauche ich tief in die Welt von Software und Hardware ein & tüftle gerne an verschiedenen Projekten. #Debian #Mobil Mein Interesse an der deutschen & europäischen #Politik ist groß, auch wenn es mich manchmal aufregt. Trotzdem halte ich es für wichtig, mich mit politischen Themen auseinanderzusetzen & auf dem Laufenden zu bleiben.