Europa brennt – und wer entscheidet eigentlich über angebotene Hilfe?
24.000 Liter pro gemeinsamen Abwurf, stillgelegte Löschhubschrauber, erschöpfte Einsatzkräfte – ich will Antworten
Europa brennt.
Nicht irgendwo weit weg, sondern direkt vor unserer Haustür.
Und während Politiker anschließend vor Kameras den Einsatzkräften danken, möchte ich eine andere Frage stellen:
Was wurde eigentlich getan, bevor es gebrannt hat?
Denn Katastrophenschutz beginnt nicht mit dem ersten Löschhubschrauber. Er beginnt vorher: bei der Vorbereitung, bei vorhandener Technik, bei Löschwasser, bei Waldwegen, bei Einsatzplänen, bei internationaler Zusammenarbeit und bei der Frage, ob politische Entscheidungen möglicherweise dazu führen, dass vorhandene Löschtechnik nicht genutzt werden kann.
Hürtgenwald: 1.800 Menschen mussten ihre Häuser verlassen
Beim Großbrand im Hürtgenwald im Kreis Düren standen rund 300 Hektar in Flammen.
Der Ort Gey musste evakuiert werden. Rund 1.800 Menschen mussten zeitweise ihre Häuser verlassen. In der Spitze waren etwa 1.800 Einsatzkräfte beteiligt.
Feuerwehr, THW, Bundeswehr, Polizei, Forst und Landwirte gingen gemeinsam gegen die Flammen vor. Landwirte halfen mit Fahrzeugen, Behältern und Löschwasser. Hubschrauber löschten aus der Luft. Die Bundeswehr unterstützte mit schwerem Gerät und schlug Schneisen. Die besonderen Gefahren durch mögliche Weltkriegsmunition erschwerten die Arbeiten zusätzlich.
Am Abend des 17. August wurden zwar keine offenen Flammen mehr gemeldet, aber weiterhin Glutnester. Das Gebiet musste deshalb weiter überwacht werden.
Der akute Großbrand war damit weitgehend eingedämmt.
Beendet war die Arbeit aber noch lange nicht.
Nur wenige Kilometer weiter: das Hohe Venn
Gleichzeitig brannte nur wenige Kilometer weiter das belgische Hohe Venn.
Dort waren bereits rund 2.700 Hektar betroffen. Die Brandlinie lag zeitweise nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Deutsche Kräfte arbeiteten auch nachts weiter.
Belgien erhielt zusätzliche Unterstützung. Hubschrauber und Löschflugzeuge wurden mobilisiert. Auch Deutschland, Luxemburg, belgische Streitkräfte und Landwirte beteiligten sich an den Arbeiten.
Das muss man ebenfalls sagen:
Es wurde Hilfe mobilisiert.
Meine Kritik lautet deshalb nicht: „Niemand tut etwas.“
Meine Kritik lautet:
Warum müssen wir erst in eine solche Lage geraten, bevor alle verfügbaren Mittel zusammengesucht werden?
Wenn Feuerwehrleute zusammenbrechen, wird aus Politik plötzlich Realität
Beim Einsatz im Hohen Venn kam eine Feuerwehrkraft aus Monschau mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Krankenhaus.
60 Monschauer Feuerwehrleute mussten zeitweise mit Schläuchen löschen, weil größere Fahrzeuge nicht überall vorrücken konnten. Die Arbeit war derart kräftezehrend, dass Einsatzkräfte regelmäßig ausgetauscht werden mussten.
Auch bei anderen Bränden in der Region wurden Einsatzkräfte verletzt; ein weiterer Feuerwehrmann erlitt einen Herzinfarkt und musste ins Krankenhaus.
Das sind keine Zahlen auf irgendeiner PowerPoint.
Das sind Menschen.
Menschen, die ihre Gesundheit riskieren, während andere darüber entscheiden, welche Technik vorhanden ist, welche Technik beschafft wird und welche Technik überhaupt eingesetzt werden darf.
Fast eine halbe Million Hektar EU-weit – schon Anfang August
Hürtgenwald und Belgien sind keine Einzelfälle.
Bereits Anfang August waren innerhalb der EU rund 489.826 Hektar durch Wald- und Vegetationsbrände betroffen.
Spanien kam zu diesem Zeitpunkt auf rund 185.948 Hektar, Frankreich auf 99.092 Hektar, Italien auf 79.084 Hektar, Portugal auf 47.776 Hektar und Griechenland auf 23.839 Hektar.
Deutschland lag bereits bei rund 6.045 Hektar.
Allein in Frankreich und Spanien mussten bis Ende Juli mehr als 320.000 Menschen wegen der Feuer ihre Wohnungen, Häuser oder Urlaubsorte verlassen.
Und jetzt stelle ich als Bürger und Blogger eine ziemlich einfache Frage:
Haben die politisch Verantwortlichen wirklich jede realistische Möglichkeit ausgeschöpft?
Nicht irgendwann.
Nicht nach der nächsten Pressekonferenz.
Sondern während es brennt – und vor allem bereits davor.
Eine Million Liter vom Boden – weil Landwirte einfach machen
Besonders bemerkenswert finde ich den Einsatz der Landwirte.
Markus Wipperfürth und Bernd Glück berichteten öffentlich davon, mit ihrem Gespann während des Löscheinsatzes mehr als eine Million Liter Wasser ausgebracht beziehungsweise herangeschafft zu haben.
Ob es am Ende exakt eine Million Liter oder etwas mehr oder weniger waren, ändert an der Größenordnung nichts.
Die Landwirtschaft verfügt über Technik, Erfahrung und enorme Transportkapazitäten.
Und plötzlich funktioniert Zusammenarbeit.
Wenn es brennt.
Dann fahren die Landwirte.
Dann werden Behälter organisiert.
Dann werden Wasserquellen erschlossen.
Dann werden Maschinen zusammengerufen.
Meine Frage lautet deshalb:
Warum organisiert man solche Netzwerke nicht vorher?
Warum gibt es bei wochenlanger oder monatelanger Trockenheit nicht längst einen vorbereiteten regionalen Einsatzplan?
Warum weiß man nicht vorher:
Wer verfügt über welche Wassertechnik?
Wo kann Wasser aufgenommen werden?
Welche Waldwege sind befahrbar?
Welche Gebiete sind munitionsbelastet?
Welche Förster kennen die besonders gefährdeten Bereiche?
Welche Flächen müssen besonders geschützt werden?
Wo könnten Löschwasservorräte eingerichtet werden?
Welche Landwirte könnten innerhalb weniger Stunden unterstützen?
Welche Hubschrauber und Löschflugzeuge stehen im Ernstfall tatsächlich zur Verfügung?
Genau das wäre für mich Vorsorge.
Die russischen Ka-32: Hier sind die Folgen der Sanktionen real
Bei den Kamov Ka-32 ist die Lage wesentlich klarer dokumentiert als bei vielen Behauptungen, die derzeit im Netz kursieren.
Spanien setzte über Jahre russische Kamov Ka-32 zur Waldbrandbekämpfung ein. Diese Maschinen können mit entsprechenden Löschbehältern ungefähr 5.000 Liter Wasser transportieren.
Mehrere Maschinen privater spanischer Betreiber kamen seit 2023 nicht mehr zum Einsatz.
Der Grund hängt tatsächlich mit den Russland-Sanktionen zusammen: Ersatzteile konnten nicht mehr beschafft werden, russische Techniker konnten notwendige Wartungsarbeiten nicht durchführen und dadurch fehlte schließlich die erforderliche Flugfreigabe.
Darüber muss gesprochen werden.
Man kann Sanktionen gegen Russland politisch unterstützen und trotzdem fragen:
Warum gab es keine praktikable Lösung für rein zivile Katastrophenschutztechnik?
Ein Löschhubschrauber ist kein Kampfpanzer.
Seine Aufgabe besteht darin, Wasser auf einen Brand zu werfen.
Wenn mehrere Maschinen über Jahre ausfallen, dann muss spätestens nach dem ersten Sommer gefragt werden:
Was ist der Ersatz?
Wo sind die zusätzlichen Maschinen?
Wer übernimmt diese Kapazität?
Wie wird sie kompensiert?
Auch wenn acht zusätzliche Hubschrauber nicht sämtliche Brände Europas gelöscht hätten, können zwei Dinge gleichzeitig wahr sein:
Die Maschinen hätten zusätzliche Kapazität geschaffen.
Und sie wären keine Wunderwaffe gewesen.
Zwei Be-200: 24.000 Liter bei einem gemeinsamen Abwurf
Dann gibt es noch eine andere Größenordnung.
Die russische Beriev Be-200 ist ein amphibisches Löschflugzeug.
Eine Maschine kann bis zu ungefähr zwölf Tonnen beziehungsweise 12.000 Liter Wasser aufnehmen.
Zwei Maschinen bedeuten also:
24.000 Liter bei einem gemeinsamen Abwurf
Nicht 24 Millionen Liter.
Das möchte ich ausdrücklich korrekt festhalten.
Aber 24.000 Liter aus der Luft sind trotzdem eine erhebliche Menge.
Und damit ist ein Einsatz nicht beendet.
Eine Be-200 kann Wasser wiederholt aufnehmen und erneut abwerfen. Unter geeigneten Einsatzbedingungen kann eine Maschine während eines längeren Einsatzzyklus deutlich größere Gesamtmengen Wasser auf Brandgebiete bringen.
Russland hat Be-200 außerdem bereits international eingesetzt. Zwei Maschinen wurden 2026 zur Waldbrandbekämpfung in die Türkei entsandt.
Damit wissen wir zumindest:
Die Flugzeuge existieren.
Sie sind grundsätzlich als Löschflugzeuge einsetzbar.
Sie können ungefähr zwölf Tonnen Wasser aufnehmen.
Und Russland setzt solche Maschinen auch außerhalb des eigenen Landes ein.
Jetzt kommt die entscheidende Grenze zwischen Beweis und Behauptung
Mir wurden mehrere Videos zugespielt, in denen behauptet wird, Russland beziehungsweise Wladimir Putin habe Europa zwei Be-200 sowie zusätzlich zwei Löschhubschrauber angeboten.
In einem der Videos wird ausdrücklich behauptet, die Be-200 seien zur Unterstützung Europas beziehungsweise Kroatiens angeboten worden.
Genau diesen Vorgang möchte ich vollständig aufgeklärt sehen.
Denn wenn ein solches offizielles Angebot existierte, gehören Datum, Empfänger, Inhalt und Antwort öffentlich auf den Tisch.
Bislang liegt mir jedoch kein unabhängiger amtlicher Beleg vor, mit dem ich als gesicherte Tatsache behaupten könnte, dieses konkrete Paket sei Deutschland, Belgien oder der Europäischen Union offiziell angeboten und anschließend von Ursula von der Leyen, Friedrich Merz oder einer anderen genannten Person persönlich abgelehnt worden.
Deshalb mache ich daraus keine bewiesene Tatsache.
Aber ich stelle die Fragen:
Hat es ein solches Angebot gegeben?
An wen genau ging es?
Wann wurde es übermittelt?
Welche Maschinen wurden angeboten?
Wer hat darüber entschieden?
Wurde es angenommen oder abgelehnt?
Und falls es abgelehnt wurde: mit welcher Begründung?
Das sind Fragen, die beantwortet gehören.
Also legt die Unterlagen offen
Ich möchte von den verantwortlichen Stellen wissen:
– Gab es 2026 ein russisches Hilfsangebot mit Be-200 oder Ka-32 für die europäischen Waldbrände?
– Falls ja: Wann ging dieses Angebot ein und an wen?
– Welche Maschinen und welche Einsatzkapazitäten wurden konkret angeboten?
– Wer hat das Angebot geprüft?
– Wurde es angenommen oder abgelehnt?
– Falls es abgelehnt wurde: aus welchen rechtlichen, sicherheitstechnischen oder politischen Gründen?
– Wurden Sonderregelungen für rein zivile Katastrophenschutztechnik geprüft?
– Welche Alternativen wurden stattdessen bereitgestellt?
– Wer übernahm für diese Entscheidung politische Verantwortung?
Das sind keine prorussischen Fragen.
Das sind keine antieuropäischen Fragen.
Das sind Fragen des Katastrophenschutzes.
Rotterdam, Antwerpen und die Be-200 – mein Gedankenexperiment
Dann komme ich zu einem Punkt, über den ich selbst nachgedacht habe.
Wir reden hier nicht über Flugzeuge, die irgendwo am anderen Ende der Welt eingesetzt werden müssten.
Die Be-200 erreicht Reisegeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde.
Wenn solche Maschinen rechtlich zugelassen, tatsächlich verfügbar und operativ einsetzbar gewesen wären, liegen große Wasserflächen im niederländisch-belgischen Raum regional betrachtet nicht am anderen Ende Europas.
Die reine Flugzeit würde sich bei solchen Geschwindigkeiten eher in Zehnern von Minuten als in mehreren Stunden bewegen.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ein realer Löscheinsatz automatisch innerhalb von zwanzig Minuten organisiert wäre.
Es braucht Flugfreigaben, geeignete Wasseraufnahmeflächen, Wetterbedingungen, Luftraumkoordination, Treibstoff, Besatzungen und eine abgestimmte Einsatzleitung.
Aber genau dafür existieren Regierungen und Katastrophenschutzbehörden.
Meine Frage lautet deshalb:
Wurde eine solche Möglichkeit überhaupt geprüft?
Und wenn nicht:
Warum nicht?
Zwei Be-200 hätten bei einem gemeinsamen Abwurf rund 24.000 Liter Wasser transportieren können.
Dazu kommen vorhandene europäische Löschmaschinen, Hubschrauber, Bundeswehrgerät, Feuerwehr und die erheblichen Wasserkapazitäten der Landwirtschaft.
Das wäre keine Wunderwaffe gewesen.
Aber bei einem Großbrand kann jede zusätzliche geeignete Kapazität eine Rolle spielen.
Europa war nicht ohne Löschflugzeuge
Auch das gehört zur Wahrheit.
Die Europäische Union hatte für die Waldbrandsaison 2026 eine Reserve von 22 Löschflugzeugen und fünf Hubschraubern organisiert.
Belgien erhielt tatsächlich zusätzliche Luftunterstützung aus anderen europäischen Staaten.
Es wäre deshalb falsch zu behaupten:
„Die EU hat gar nichts getan.“
Das stimmt nicht.
Aber gleichzeitig befindet sich die dauerhafte europäische rescEU-Flotte weiterhin im Aufbau.
Und genau dort darf politische Kritik ansetzen.
Europa diskutiert seit Jahren über zunehmende Hitze, Trockenheit und Waldbrandrisiken.
Warum dauert es dann so lange, dauerhafte eigene Kapazitäten aufzubauen?
Green Deal auf dem Papier – und gleichzeitig Streit über Löschkapazitäten?
Das ist für mich einer der größten politischen Widersprüche.
Europa verlangt von Bürgern und Unternehmen enorme Veränderungen im Namen des Klima- und Umweltschutzes.
Es werden Vorgaben beschlossen.
Es werden Milliarden bewegt.
Es gibt den Green Deal.
Es gibt CO₂-Ziele.
Es gibt immer neue Regelwerke.
Dann darf ein Bürger aber auch erwarten, dass beim Schutz unserer Wälder dieselbe Entschlossenheit herrscht.
Ein abgebrannter Wald lässt sich nicht mit einer Verordnung zurückholen.
Ein zerstörtes Moor regeneriert sich nicht nach der nächsten Pressekonferenz.
Tiere, die bei solchen Bränden sterben, kommen nicht zurück.
Und Menschen, die ihre Häuser verlassen müssen, interessiert in diesem Augenblick wenig, welches Ressort laut Organigramm zuständig war.
Sie wollen wissen:
Ist alles Menschenmögliche getan worden?
Falls konkrete Hilfe bewusst abgelehnt wurde, muss das politisch aufgearbeitet werden
Hier werde ich deutlich.
Sollte sich belegen lassen, dass während einer akuten Großbrandlage zusätzliche einsatzfähige Löschflugzeuge oder Hubschrauber konkret angeboten wurden und Verantwortliche diese Hilfe ohne tragfähige sicherheitstechnische, rechtliche oder operative Begründung zurückgewiesen haben, dann reicht mir keine Presseerklärung.
Dann gehört der Vorgang untersucht.
Dann müssen Verantwortlichkeiten benannt werden.
Und dann muss auch über politische Konsequenzen bis hin zu Rücktritten gesprochen werden.
Denn gleichzeitig mussten Menschen ihre Häuser verlassen.
Feuerwehrleute arbeiteten bis an ihre Belastungsgrenze.
Eine Feuerwehrkraft aus Monschau kam mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus.
Da darf die Öffentlichkeit wissen:
Welche Hilfe war verfügbar – und wer hat welche Entscheidung getroffen?
Politische Verantwortung ist nicht dasselbe wie ein strafrechtlicher Vorwurf
Ich werde ohne Beweise niemandem „Mord“ oder eine andere konkrete Straftat vorwerfen.
Solche Vorwürfe haben klare strafrechtliche Voraussetzungen und gehören gegebenenfalls vor Ermittlungsbehörden und Gerichte.
Aber politische Verantwortung ist etwas anderes.
Ein Minister kann politisch versagen, ohne ein Verbrechen begangen zu haben.
Eine Regierung kann falsch planen.
Eine Kommission kann falsche Prioritäten setzen.
Behörden können zu langsam reagieren.
Vorsorge kann mangelhaft sein.
Und für solche Fehler kann man politische Konsequenzen verlangen.
Vorsorge statt Fotos
Damit komme ich wieder zu meinem eigentlichen Punkt.
Wir können über Russland diskutieren.
Über Sanktionen.
Über EU-Recht.
Über Flugzeugzulassungen.
Über Zuständigkeiten.
Aber unser grundlegendes Problem bleibt:
Wir reagieren zu häufig erst, wenn es brennt.
Während des Einsatzes wurden Landwirte, Fahrzeuge, Wasserbehälter und weitere Hilfen koordiniert.
Sehr gut.
Aber warum wird daraus nicht dauerhaft ein vorbereitetes System für Waldbrandrisikoregionen?
Mit registrierten Fahrzeugen.
Mit Wasserquellen.
Mit Ansprechpartnern.
Mit Notfallkarten.
Mit Forstleuten.
Mit Landwirtschaft.
Mit Feuerwehr.
Mit THW.
Mit Bundeswehr beziehungsweise zuständigen Stellen für besonders gefährliche Gebiete.
Mit verfügbaren Hubschraubern.
Mit Löschflugzeugen.
Mit grenzüberschreitenden Vereinbarungen.
Genau das wäre Vorsorge statt Krisenverwaltung.
Wir brauchen Transparenz über jede angebotene Hilfe
Deshalb fordere ich keine erfundenen Schuldigen.
Ich fordere etwas viel Einfacheres:
Transparenz
Wenn Russland Hilfe angeboten hat:
Veröffentlicht das Angebot.
Wenn Deutschland Nein gesagt hat:
Veröffentlicht die Begründung.
Wenn Belgien Nein gesagt hat:
Veröffentlicht die Begründung.
Wenn die EU-Kommission beteiligt war:
Veröffentlicht die Entscheidung.
Wenn kein solches Angebot existierte:
Dann soll auch das eindeutig gesagt und belegt werden.
Genau so funktioniert demokratische Kontrolle.
Mein Fazit
Ich möchte keine erfundenen Schuldigen.
Ich möchte Verantwortliche.
Das ist ein Unterschied.
Nach dem derzeitigen Stand lässt sich sagen:
Spanische Ka-32 stehen infolge der Sanktionen und der daraus entstandenen Wartungs- und Zulassungsprobleme am Boden.
Russische Be-200 können jeweils rund zwölf Tonnen Wasser aufnehmen.
Zwei Be-200 bedeuten rund 24.000 Liter bei einem gemeinsamen Abwurf.
Zwei russische Be-200 wurden 2026 tatsächlich international zur Waldbrandhilfe eingesetzt.
Beim Brand im Hürtgenwald mussten rund 1.800 Menschen evakuiert werden und sehr große Einsatzkräfteverbände waren vor Ort.
Im Hohen Venn kämpften Einsatzkräfte unter extremen Bedingungen gegen einen außergewöhnlich großen Brand.
Eine Monschauer Feuerwehrkraft kam mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus.
Und Landwirte haben gezeigt, welche gewaltigen Wassermengen mit vorhandener ziviler Technik mobilisiert werden können.
Das alles reicht für eine sehr ernste politische Frage:
Haben unsere Verantwortlichen wirklich jede realistische Möglichkeit genutzt, um Menschen, Einsatzkräfte, Tiere und Natur zu schützen?
Wenn die Antwort darauf irgendwann nachweisbar Nein lautet, dann gehört nicht beschwichtigt.
Dann gehört aufgeklärt.
Dann gehören Verantwortlichkeiten benannt.
Und wenn Verantwortliche schwere, vermeidbare Fehler gemacht haben, dann gehört selbstverständlich auch über politische Konsequenzen bis hin zum Rücktritt gesprochen.
Denn Katastrophenschutz darf nicht von Ideologie abhängen.
Und er darf schon gar nicht erst beginnen, wenn der Wald längst brennt.
Videos: Europa brennt
Videos: Europa brennt
24 Stunden zum Zerstören. 50 Jahre zum Aufbauen. Genau das ist der Punkt. 🌳☠️

