Ein Stück Schwarzwald im Tiefenbachtal – oder: Wie ein Schäufele meinen Campingplatz verzaubert hat

Ein Stück Schwarzwald im Tiefenbachtal – oder: Wie ein Schäufele meinen Campingplatz verzaubert hat

Da hast du recht — hier ist die Geschichte.
Nicht warten, nicht vertrösten. Jetzt kommt sie.

Manchmal braucht es gar nicht viel, um einen Tag besonders zu machen.

Kein großes Restaurant.
Kein feines Besteck.
Keine Show.

Ein Stück Schwarzwald im Tiefenbachtal – oder: Wie ein Schäufele meinen Campingplatz verzaubert hat

Manchmal reicht ein Paket, ein Stück gutes Fleisch, ein alter Backofen im Wohnwagen — und dieser eine Moment, in dem der Duft durch jede Ritze zieht und man merkt:

Das wird jetzt richtig gut.

Kurz nach meinem Geburtstag habe ich mir mal etwas gegönnt. Nicht jeden Tag ist dafür Geld da. Wer mich kennt, weiß: Ich lebe nicht im Überfluss. Ich rechne, ich bastle, ich improvisiere. Und trotzdem gibt es diese Momente, da sagt man sich:

Einmal im Jahr darf es auch mal etwas Besonderes sein.

Also hatte ich mir ein Schäufele aus dem Schwarzwald bestellt.

Schon die Lieferung war eine kleine Geschichte für sich. Der Paketfahrer wollte mir das Paket erst nicht richtig geben, weil ich hier auf dem Campingplatz lebe. Kein klassischer fester Wohnsitz, kein Hochglanzleben mit Klingelschild und Designerbriefkasten. Aber am Ende hat es doch geklappt. Das Paket war da.

Und darin lag es:

Das gute Stück Schwarzwald.

Ein Schäufele, wie man es nicht alle Tage bekommt.


Badisches Schäufele aus der Schwarzwaldmetzgerei

Bild / Produkt: Badisches Schäufele der Schwarzwaldmetzgerei – per Klick auf das Bild geht es direkt zur Produktseite.

Der QR-Code, der kein Werbemüll war

Was mich direkt positiv überrascht hat: Auf der Beipackung war ein kleiner QR-Code. Normalerweise denkt man da inzwischen ja schon: Jetzt kommt wieder irgendein Marketing-Gedöns, Newsletter, Rabattcode, Werbe-Blabla.

Aber nein.

Der QR-Code führte auf einen liebevoll gemachten Blogbeitrag der Metzgerei. Kein aufdringliches Geschrei, keine nervige Werbung, kein digitales Zirkuszelt. Einfach eine schöne Anleitung, wie man dieses Schäufele richtig zubereitet.

Und genau das liebe ich.

Da merkt man: Da steckt jemand dahinter, der nicht nur Ware verschickt, sondern auch ein Stück Kultur, Handwerk und Respekt vor dem Produkt.

Also habe ich mir gedacht:

Gut, dann machen wir das genau so.

Alupapier gesucht wie einen Goldschatz

Die Anleitung sagte: Schäufele in Alufolie packen, kleines Loch rein, ab in die Bratenröhre.

Klingt einfach.

Nur: Wenn man auf dem Campingplatz lebt und nicht gerade einen voll ausgestatteten Küchenschrank wie im Möbelhaus hat, dann wird selbst Alupapier plötzlich zur Schatzsuche.

Ich habe gesucht.
Hier geguckt.
Da gekramt.
Noch ein paar Reste gefunden.

Nicht viel, aber genug.

Und genau so ist mein Leben oft: Man nimmt, was da ist, macht das Beste daraus und am Ende kommt manchmal etwas heraus, das besser ist als jeder durchgeplante Luxus.

Also wurde das Schäufele eingepackt. Nicht perfekt wie aus einer Fernsehkochsendung, aber ehrlich. Mit den letzten Resten Alupapier, sauber zusammengefaltet, kleines Loch rein — und dann ab in den Ofen.

Dann kam der Duft

Ich stellte den Backofen an und ging wieder raus.

Ich saß vor meinem alten Wohnwagen, dem Chalet, wie ich ihn manchmal nenne, auch wenn er seine besten Tage längst hinter sich hat. Nicht ganz dicht, nicht ganz gerade, nicht ganz neu — aber meiner. Mein Platz. Mein Rückzugsort.

Ich arbeitete nebenbei an meinem Server, an meinem Blog, an dem ganzen technischen Kram, der einen manchmal in den Wahnsinn treibt und gleichzeitig irgendwie am Leben hält.

Linux, Server, Blog, Selbstständigkeit im Kopf — und im Hintergrund brutzelt der Schwarzwald.

Nach nicht mal einer Stunde fing es an.

Erst ganz leicht.
Dann stärker.
Dann überall.

Der Duft zog durch die Ritzen meines alten Wohnwagens, als hätte jemand den Schwarzwald persönlich durchs Tiefenbachtal geschickt.

Dieser Geruch war keine normale Essensankündigung.
Das war eine Ansage.

Herzhaft. Rauchig. Deftig. Warm. Ehrlich.

So ein Duft, bei dem man nicht mehr ruhig sitzen kann.
So ein Duft, bei dem der Magen nicht fragt, sondern befiehlt.

Ich schwöre: Mir lief das Wasser im Mund zusammen, als hätte ich drei Tage nichts gegessen.

Der Moment der Wahrheit

Nach ungefähr 70 Minuten war es so weit.

Backofen aus.
Kurz warten.
Aufmachen.

Und dann kam diese Duftwolke.

Nicht künstlich. Nicht überwürzt. Nicht Industrie-Fleisch mit Aromatrick. Sondern richtiges Handwerk. Kräftig, bodenständig, ehrlich.

Ich wollte eigentlich vernünftig sein.

Ein bisschen abkühlen lassen.
Dann vielleicht später etwas dazu machen.
Kartoffeln vielleicht. Oder Brot. Oder irgendwas Kleines.

So war zumindest der Plan.

Aber Pläne sind etwas für Menschen, die noch nicht in ein gutes Schäufele gebissen haben.

Ich wollte nur ein kleines Stück probieren.

Nur eins.

Dann wurde das nächste Stück etwas größer.
Und das danach noch größer.
Und irgendwann war aus „nur mal probieren“ ein regelrechter Überfall auf das gute Stück geworden.

Ich sage es ehrlich:

Ich habe es nicht gegessen.
Ich habe es gefressen.

Und das meine ich nicht negativ. Das war kein höfliches Abendessen. Das war ein ehrlicher Kampf zwischen Vernunft und Gaumenfreude.

Der Gaumen hat gewonnen.

Von den 1,2 Kilo waren am ersten Abend wahrscheinlich 800 bis 900 Gramm weg. Einfach so. Ohne große Beilage, ohne Theater, ohne Besteck-Etikette.

Nur ich, das Schäufele und dieser Moment.

Wenn Essen mehr ist als Essen

Manche werden jetzt sagen: Ist doch nur Fleisch.

Nein.

Für mich war das mehr.

Wenn man nicht jeden Tag einfach kaufen kann, worauf man Lust hat, dann bekommt so ein Moment einen anderen Wert. Dann ist ein gutes Stück Essen nicht einfach Konsum. Dann ist es Freude. Belohnung. Geburtstag nachträglich. Ein kleines Stück Würde im Alltag.

Man sitzt da, zwischen altem Wohnwagen, Campingplatz, Serverproblemen, Blogarbeit und dem ganz normalen Wahnsinn des Lebens — und plötzlich ist da dieser Geschmack.

Der Schwarzwald auf der Zunge.
Handwerk im Mund.
Ruhe im Kopf.

Für einen Moment war alles gut.

Nicht perfekt.
Aber gut.

Und manchmal reicht genau das.

Meine Bewertung

Das Schäufele war für mich eine klare Empfehlung.

  • Geschmack: kräftig, ehrlich, herzhaft
  • Zubereitung: einfach und gut erklärt
  • Verpackung: ordentlich und mit liebevoller Anleitung
  • Besonderheit: QR-Code mit echtem Mehrwert statt Werbemüll
  • Gesamteindruck: Handwerk, das man schmeckt

Ich habe selten erlebt, dass ein Produkt so bodenständig rüberkommt und dann geschmacklich so abliefert.

Das war kein steriles Supermarktstück.
Das war Schwarzwald.

Und genau das hat man geschmeckt.

Fazit: Ein Schäufele, das bleibt

Dieses Schäufele war mehr als nur eine Bestellung.

Es war ein kleiner Geburtstagsteller nachträglich.
Ein Stück Genuss auf dem Campingplatz Tiefenbachtal.
Ein Moment, der durch alle Ritzen zog — erst als Duft, dann als Erinnerung.

Und ja:

Wenn ich mir wieder etwas gönnen kann, dann werde ich da bestimmt nochmal bestellen.

Denn manchmal braucht man im Leben keine großen Dinge.

Manchmal reicht ein gutes Schäufele, ein alter Backofen, ein paar Reste Alupapier — und der erste richtige Sonnenstrahl auf dem Campingplatz.

Das war keine Mahlzeit.
Das war Gaumenschmorfreude.

Links zum Produkt und zur Metzgerei


Hier geht es direkt zum Badischen Schäufele bei der Schwarzwaldmetzgerei.


Zur Webseite der Metzgerei Schaufler.


Das gefundene Bild / die Fundstelle separat öffnen.

Schäufele-Paket goldgelb geräuchert 4 x 1200g = 4,8kg

Vom Unfall ins Jobcenter – und wie Bürokratie ein Leben auf den Kopf stellt

### *Meine persönliche Reise zwischen Behörden-Irrsinn, verlorener Wohnung und dem Versuch, wieder auf die Beine zu kommen*

Es gibt Geschichten, die sucht man sich nicht aus.
Und es gibt Wege, die man nie gehen wollte – aber plötzlich drinsteht, ohne breite Schultern, ohne Unterstützung, ohne Netz und doppelten Boden.

Meine Geschichte ist genau so eine.

## **Der Anfang: Ein Unfall, der alles veränderte**

Seit meinem Unfall hat sich mein gesamtes Leben verschoben.
Gesundheitlich, finanziell und emotional – alles wurde anders.
Was viele nicht wissen: Man „erholt“ sich nicht einfach so.
Man kämpft jeden Tag.

Und während man selbst noch mit Schmerzen, Einschränkungen und den Folgen klarkommen muss, beginnt im Hintergrund etwas, worauf man nie vorbereitet ist:

**Die Bürokratie schlägt zu.**

## **Vom Unfall ins Jobcenter – nicht freiwillig, sondern weil es mich zerrissen hat**

Ich hänge seit ein paar Jahren beim Jobcenter fest.
Nicht, weil ich das will.
Nicht, weil ich es mir dort „bequem“ mache.

Aber genau das wird einem gerne mal unterstellt.
Besonders von Leuten wie **Nina Brockhaus**, die in Talkshows völlig an der Realität vorbeireden.
Für sie scheint Bürgergeld ein Bonusprogramm zu sein –
für uns Betroffene ist es ein Kampf ums Überleben.

Ich wurde sogar von einem *Arbeitsberater* angezeigt.
Stellt euch das mal vor.
Ich – sowieso gesundheitlich angeschlagen – werde auch noch kriminalisiert, weil das System nicht funktioniert.

## **Wie mir das Jobcenter meine Wohnung genommen hat**

Und nein – **nicht** wegen Mietschulden.

Das ist der Punkt, den viele nicht verstehen wollen:

Ich habe meine kleine Wohnung nicht verloren, weil ich nicht zahlen wollte.
Ich habe sie verloren, weil dieses System Menschen unter Druck setzt.
Weil Behörden über Menschen entscheiden, ohne deren Leben zu kennen.
Weil Fehler gemacht werden – und wir Bürger zahlen die Zeche.

Das Jobcenter hat Entscheidungen getroffen, die mich direkt in die Ecke gedrängt haben.
Sie haben mir am Ende die Grundlage genommen, die ich zum Leben brauchte:
**Mein Zuhause.**

Heute wohne ich auf einem Campingplatz, weil es keine bezahlbaren Wohnungen mehr gibt.
Wohnen in Deutschland ist längst ein Luxus.

## **Der tägliche Kampf mit Ämtern, Formularen und absurden Entscheidungen**

Es reicht schon, dass man gesundheitlich angeschlagen ist.
Dass man überhaupt versucht, wieder klarzukommen.

Doch statt Unterstützung gibt es:

* Widersprüche
* Ablehnungen
* verlorene Unterlagen
* falsche Berechnungen
* Drohungen
* und sinnlose Termine, die niemandem helfen

Und genau das ist der Punkt:

**Diese Bürokratie macht krank.**
Viele Menschen gehen daran endgültig kaputt.
Sie verlieren ihre Wohnungen, ihre Gesundheit, ihre Hoffnung.

## **Warum ich darüber schreibe**

Viele glauben, das seien Einzelfälle.
Sind es nicht.

Viele denken, „die beim Jobcenter“ hätten es leicht.
Haben wir nicht.

Viele meinen, man müsse nur „wollen“.
Manchmal kann man gar nicht mehr.

Ich schreibe das hier, weil ich möchte, dass Menschen sehen, was wirklich passiert.
Weil ich nicht der Einzige bin, der durch dieses System gedreht wird.
Und weil es wichtig ist zu verstehen:

**Menschen landen nicht im Jobcenter, weil sie faul sind,
sondern weil etwas in ihrem Leben zerbrochen ist.**

## **Wenn du mehr wissen willst – hier ist mein kompletter Weg**

Ich habe meine Erfahrungen detailliert festgehalten.
Alles – vom Unfall bis heute.
Was passiert ist, was Behörden angerichtet haben,
und wie ich trotzdem weitermache:

👉 **[https://carrabelloy.darknight-coffee.org/blog/series/meine-reise-vom-unfall-zur-innovation-und-hartnaeckigkeit/](https://carrabelloy.darknight-coffee.org/blog/series/meine-reise-vom-unfall-zur-innovation-und-hartnaeckigkeit/)**

## **Mein Fazit – und warum ich trotzdem weitermache**

Ich gebe nicht auf.
Auch wenn das System mich schon oft genug an der Grenze hatte.
Ich kämpfe weiter, schreibe meine Erfahrungen auf,
und versuche jeden Tag, ein Stück Leben zurückzubekommen.

Und vielleicht hilft meine Geschichte anderen, die gerade im gleichen Strudel hängen.

Fakt ist: Dass ich ein altes Charley bekommen habe von einem sehr vermögenden Mann. Es war Scholzen Senjor,
Doch der Mann war nicht nur vermögend, er hatte selbst menschliche Züge,und viel Empathie.
Die heute vielen Menschen und besonders unserer Politik!
Leider ist der Gute von uns gegangen.
Was mich bis heute immer noch nachdenklich macht, und ihm auf der Wolke, wo er schwebt, nur das Beste bekommt.
Denn diesen Respekt hat dieser Mann verdient. Daran dürften sich etliche ein Beispiel nehmen.
Daher bin ich weitaus besser gestellt als manch anderer. Danke, Senjor Scholzen!
Ich freue mich jeden Tag auf die Tasse Kaffee und das Zwitschern der Vögel und den Wind der Bäume.

Vom Campingplatz in Schleiden zur politischen Realität – Ein Morgen mit Kaffee und Klartext

Vom Campingplatz in Schleiden zur politischen Realität – Ein Morgen mit Kaffee und Klartext

Morgens auf dem Campingplatz Schleiden. Die Kaffeemühle surrt, der Duft von frischem Kaffee zieht durch die kühle Frühlingsluft. Zwischen rostiger Sonnenliege, gesplittertem Fenster und bröckelnder Infrastruktur denke ich darüber nach: Was ist eigentlich aus diesem Land geworden?

Ein Land, in dem sich angeblich alles vom Tellerwäscher zum Millionär entwickeln kann – zumindest laut Märchenbuch der Marktwirtschaft. Doch die Realität sieht anders aus. Ich sitze hier auf dem Platz 159, mein „Chaley“ ist noch nicht winterfest, das Dach muss gemacht werden, mein Alltag ist geprägt von Rechnungen, widersprüchlichen Behörden, Bürokraten-Pingpong und einem Minijob als Hausmeister, voelleicht einmal der mir wenigstens etwas Struktur geben würde.

Währenddessen schwadronieren unsere Eliten weiter: Vom „bunten Deutschland“, wie es einst eine @GoeringEckardt mit strahlenden Augen verkündete. Was bunt sein soll, ist für viele längst grau geworden. Grau von Armut, von Hoffnungslosigkeit, von einem System, das uns unten hält. Eine Politik, die Kriege finanziert, Milliarden versenkt – aber bei Heizkosten, Wohnraum und Existenzsicherung auf Durchzug schaltet.

Und da wäre noch unser nächster Kanzler-Kandidat @_FriedrichMerz, BlackRock-Lobbyist mit Steuerknüppel im Jetmodus. Einer, der vor allem für die Starken arbeitet – nicht für die, die den Dreck der Gesellschaft wegkehren, den Müll sortieren oder auf alten Holzliegen Wohnwagen oder sonstige Behausungen schlafen, weil der Sozialstaat versagt hat. Die Ampel hat es nicht besser gemacht – das System lebt auf Kosten der Kleinen.

Während ich mir meinen Kaffee einschenke, denke ich: Die Menschen hier auf dem Platz arbeiten, kämpfen, ums Überleben. Und trotzdem sieht man sie nicht in den Reden, nicht in den Talkshows, nicht in den Gesetzestexten. Wir sind die Unsichtbaren im Armenhaus Deutschland.

Doch unsichtbar bleiben wir nicht. Denn wir leben, wir denken, wir beobachten – und wir sprechen. Vielleicht nicht in den Medien, aber auf unseren Blogs, auf X, auf der Straße.

Fazit: Ich bin vielleicht kein Millionär, aber ich bin wach. Und wer wach ist, kann nicht mehr belogen werden.

Link zum Bild von Katrin Göring-Eckardt – „Das Land wird bunter

Zwischen Schneeflocken, Campingplatz und Kapitalismuskritik: Carrabelloys Sonntag zwischen Tee, Tiny House und tiefen Gesprächen

Einleitung
Manchmal sind es die Wintertage, die einen besonders zum Nachdenken bringen. Schnee, Stille, ein leerer Campingplatz, ein Becher Tee gegen 3 Uhr nachts – und viele Gedanken, die zwischen Alltagssorgen, Zukunftsplanung und tiefen Gesprächen mit Freunden hin und her pendeln. In diesem Blogbeitrag führe ich verschiedene Fäden zusammen: den Austausch mit meiner Schwester, einen persönlichen Moment auf dem Dieffenbachtal-Campingplatz, Behördenstress, Gespräche mit Susan und Minsley – und nicht zuletzt die Vision eines neuen Lebens mit Tiny House und Podcast.

1. Der Morgen danach: Winter, Einkauf, langer Schlaf

Ich war gestern im Schnee unterwegs – Einkaufen. Das war schön, aber auch kräftezehrend. Bewegung bei Kälte hat ihre eigene Magie. Danach bin ich bis halb zwei morgens weggetaucht in den Schlaf. Was bleibt, ist ein Sonntag voller Reflexion.

2. An meine Schwester: Kaffee, Haus, Tiefland statt Berghang

Liebe Schwester, liebe Chantel,

du hast mir neulich erzählt, dass auch euer Haus in der Eifel irgendwann zu beschwerlich werden könnte. Ich habe darüber nachgedacht. Was wäre, wenn ihr euch doch etwas Kleineres, Barrierefreies sucht – so wie ich?

Ich selbst werde wohl nicht ewig auf dem Campingplatz bleiben können. Die Zeichen stehen auf Räumung für Dauercamper und Erstwohnsitzer. Gespräche mit dem Rathaus bestärken diesen Eindruck.

Doch in den Märkischen Kreis oder Hochsauerland ziehen? Berghang, alte Wohnungen, kaum Anbindung? Nein danke.

Ich suche nach einem Grundstück für ein Tiny House – flach, erreichbar, mit öffentlichem Nahverkehr und Radwegen. Am besten zwischen Düren und Gummersbach. Denn: Ich kann meinen Dom nicht mitnehmen. Und meine Kölner Kontakte auch nicht.

👉

👉 Zum Tiny House Village

3. Minsley: Ehemaliger Investment Banker und ein ehrlicher Blick auf Deutschland

Ich habe mit Minsley telefoniert, einem alten Bekannten, den ich lange nicht gehört hatte. Er war Investment Banker – blitzgescheit, erfolgreich, viel Geld, aber seelisch kaputt.

Er erzählte mir gestern offen, dass seine Abfindung 240.000 Euro betrug. Danach war Schluss. Keine Kraft mehr. Kein Bling-Bling mehr.

Als Deutsch-Koreaner will er dennoch nicht aus Deutschland wegziehen. Dubai? Nein, danke. Er schrieb sogar einen kleinen Gastbeitrag:

Minsley sagt:
„Ich würde auch nicht nach Dubai ziehen.
Obwohl ich als ehemaliger Investment Banker genau das, was Dubai anbietet mag.
Turbokapitalismus, Luxus und Kohle.
Aber es gibt darüber hinaus noch mehr: Freiheit, Selbstbestimmung und die soziale Marktwirtschaft.
Bling Bling ist, wenn man selbst nicht mehr dazugehört – am Ende eben nur: Bling Bling.“

📝 Zum Artikel: Deutschland ist mehr als Geld – Dubai ist keine Alternative

Seine beiden Söhne sind jetzt 18 geworden. Wie die Zeit vergeht.

Wir haben über eine Podcast-Reihe gesprochen, die wir gemeinsam starten könnten. Es gibt so viel zu sagen, aus Erfahrung und aus innerem Wandel.

4. Susan & der Kaffee, der nie kalt werden darf

Auch mit Susan habe ich geschrieben. Wir sind uns einig geworden: Ein Kaffee-Treffen muss 2026 endlich sein. Ohne viele Worte, einfach ein Gespräch unter Menschen. Auch da wird deutlich: So schnell komme ich aus Köln nicht weg. Es ist nicht nur eine Stadt, es ist Lebensraum, Verbindung, Identität.

5. Der Alltag: Pacht, Ärzte, Krankenkasse, Platz mit Löchern

Es reißt nicht ab: Noch keine Rückmeldung zur Jahrespacht. Ein ärztlicher Termin mit einer möglichen Diagnose, die mich unruhig macht. Die Krankenkasse fordert einen neuen Nachweis für einen Festwohnsitz, um mir eine neue Karte zuzustellen. Und unter meinem Charley hat sich ein neues Loch aufgetan.

Der Platz lebt, aber er stirbt auch stückweise. Es zieht mich raus, doch ich weiß noch nicht wohin. Nur, dass ich mich nicht überhasten werde.

6. Fazit: Zwischen Vision, Erinnerung und Teeduft

Jetzt ist es Sonntagmorgen. Du, liebe Schwester, wirst mit Chantel gerade Kaffee kochen. Ich hatte um 3:20 Uhr nochmal einen leckeren Tee. Ich denke an euch und stelle mir den Duft eures Kaffees vor, wie er durch den Schnee bis zu meinem Fenster weht.

Ich plane gerade eine neue Geschichte für den Blog. Vielleicht ist sie schon fertig, wenn du das hier liest.

Bis bald, meine Lieben.

Euer Andreas aka Carrabelloy

PS: Ich werde alles miteinander verbinden: Campingplatz, Gespräche, Podcast, Tiny House. Es wird ein Kapitel, das bleibt. Wie dein Leben mal auf und nieder. Was uns alle im Leben bewegt.

Update vom Campingplatz Dieffenbachtal

Die letzten Tage habe ich länger nichts geschrieben – offen gestanden, weil meine Stimmung und meine Laune nicht die beste waren. Sorgen um mein kleines Zuhause drücken eben, genauso wie Zivilgesellschaft. Ihr wisst ja: Der Platz ist inzwischen an Thomas Scholzen Junior übergegangen.
Wiederum wurden auf dem Platz Angriffe gegen den Platzwart und mich persönlich versucht zu starten!

Doch es gibt auch Positives. Das Internet war hier oben tot, die alte DSL-Leitung am Infopoint ist komplett ausgefallen – genau dort, wo Platzwart Siggi sitzt. Damit die Zahlungen weiterlaufen und keine Zechprellerei passiert, habe ich kurzerhand eine meiner Karten ins Netzwerk eingebaut. Knapp 14 Tage lief es so – und Thomas Scholzen Junior hat sich nach seinem Urlaub persönlich bei mir bedankt. Vor zwei Tagen hat er mir das Geld für die Kosten zurückgegeben – und sogar noch etwas obendraufgelegt, was ich eigentlich nicht wollte.

Zusätzlich hatte er hier die Kommunen von Schleiden und Euskirchen zu Besuch. Im Nachgang sagte er mir direkt: „Bei dir auf der Parzelle ist alles in Ordnung, keine Überbauung, bei mir vorhanden ist. „Von daher mach dir keine Sorgen.“ Das hat mich natürlich beruhigt, gerade weil es vorher viele Gerüchte unter Campern gab, dass beim Umbau „untenrum“ auch ich hätte räumen müssen. Dieses Missverständnis wurde nun durch Scholzen selbst geklärt.

An manchen Tagen war es zu heiß, und das private Umfeld triggert mich genauso, von Enttäuschungen und vielen weiteren Denkungen in den Richtungen, um den Laptop überhaupt einzuschalten. Heute sitze ich bei kalter Luft draußen, und wieder in meinem Charley. Und es ist wiederum eine schöne Herbstzeit über dem Campingplatz, über uns kommt. Nach so vielen positiven Meldungen dachte ich mir: Jetzt muss ich endlich mal wieder schreiben.
Vom Campingplatz Politisch und Gesellschaftlich. Das in Deutschland immer mehr unter Spannung steht.

Es läuft: Unser neuer Hausmeister Thomas hat gleich an mich gedacht – nämlich daran, dass ich mein Dach für diesen Winter provisorisch dicht bekomme. Den kompletten Ausbau schaffe ich dieses Jahr nicht mehr, aber mit einer dicken LKW-Plane über dem alten Dach sollte es zunächst reichen. Ein guter Tipp, und für dieses Jahr machbar.

Zudem habe ich mir einen neuen Perolliumofen geholt und habe mich auf winterliche Zeiten eingestellt und gleichzeitig meinen Boden verkleidet.

Klar, viele mögen mich hier nicht – für einige bin ich der „Schleimscheißer“. Mir egal. Ich habe meinen Kreis, und das reicht. Locker bleiben. Vielleicht klappt es auch, dass ich bald meine Fahrerlaubnis zurückhabe, wieder etwas dazuverdienen kann und im nächsten Jahr weiter aufbauen kann. Wir werden sehen, was das Jahr noch bringt.

Doch bin ich hier selbst besser als in einer Stadt, in der die Gesellschaft selbst und der Bekanntenkreis oft nicht mehr zu verstehen sind.

Für den Moment freue ich mich, wenn Siggi seine Runden dreht, gut gelaunt ist und mir zeigt: Meine Parzelle hat Bestand hier am Campingplatz Dieffenbachtal.
Um selbst in mich zu kehren und selbst über Gesellschaft, Natur und Tiere nachzudenken.
Das mir hilft und neue Insperationen gibt. In allen richtungen besonders im Kopf.
In diesem Zustand ist meine kleine Parzelle und Bäume und der Herbst das schönste an einem Blick den man erleben kann.