Update vom Campingplatz Dieffenbachtal

Die letzten Tage habe ich länger nichts geschrieben – offen gestanden, weil meine Stimmung und meine Laune nicht die beste waren. Sorgen um mein kleines Zuhause drücken eben, genauso wie Zivilgesellschaft. Ihr wisst ja: Der Platz ist inzwischen an Thomas Scholzen Junior übergegangen.
Wiederum wurden auf dem Platz Angriffe gegen den Platzwart und mich persönlich versucht zu starten!

Doch es gibt auch Positives. Das Internet war hier oben tot, die alte DSL-Leitung am Infopoint ist komplett ausgefallen – genau dort, wo Platzwart Siggi sitzt. Damit die Zahlungen weiterlaufen und keine Zechprellerei passiert, habe ich kurzerhand eine meiner Karten ins Netzwerk eingebaut. Knapp 14 Tage lief es so – und Thomas Scholzen Junior hat sich nach seinem Urlaub persönlich bei mir bedankt. Vor zwei Tagen hat er mir das Geld für die Kosten zurückgegeben – und sogar noch etwas obendraufgelegt, was ich eigentlich nicht wollte.

Zusätzlich hatte er hier die Kommunen von Schleiden und Euskirchen zu Besuch. Im Nachgang sagte er mir direkt: „Bei dir auf der Parzelle ist alles in Ordnung, keine Überbauung, bei mir vorhanden ist. „Von daher mach dir keine Sorgen.“ Das hat mich natürlich beruhigt, gerade weil es vorher viele Gerüchte unter Campern gab, dass beim Umbau „untenrum“ auch ich hätte räumen müssen. Dieses Missverständnis wurde nun durch Scholzen selbst geklärt.

An manchen Tagen war es zu heiß, und das private Umfeld triggert mich genauso, von Enttäuschungen und vielen weiteren Denkungen in den Richtungen, um den Laptop überhaupt einzuschalten. Heute sitze ich bei kalter Luft draußen, und wieder in meinem Charley. Und es ist wiederum eine schöne Herbstzeit über dem Campingplatz, über uns kommt. Nach so vielen positiven Meldungen dachte ich mir: Jetzt muss ich endlich mal wieder schreiben.
Vom Campingplatz Politisch und Gesellschaftlich. Das in Deutschland immer mehr unter Spannung steht.

Es läuft: Unser neuer Hausmeister Thomas hat gleich an mich gedacht – nämlich daran, dass ich mein Dach für diesen Winter provisorisch dicht bekomme. Den kompletten Ausbau schaffe ich dieses Jahr nicht mehr, aber mit einer dicken LKW-Plane über dem alten Dach sollte es zunächst reichen. Ein guter Tipp, und für dieses Jahr machbar.

Zudem habe ich mir einen neuen Perolliumofen geholt und habe mich auf winterliche Zeiten eingestellt und gleichzeitig meinen Boden verkleidet.

Klar, viele mögen mich hier nicht – für einige bin ich der „Schleimscheißer“. Mir egal. Ich habe meinen Kreis, und das reicht. Locker bleiben. Vielleicht klappt es auch, dass ich bald meine Fahrerlaubnis zurückhabe, wieder etwas dazuverdienen kann und im nächsten Jahr weiter aufbauen kann. Wir werden sehen, was das Jahr noch bringt.

Doch bin ich hier selbst besser als in einer Stadt, in der die Gesellschaft selbst und der Bekanntenkreis oft nicht mehr zu verstehen sind.

Für den Moment freue ich mich, wenn Siggi seine Runden dreht, gut gelaunt ist und mir zeigt: Meine Parzelle hat Bestand hier am Campingplatz Dieffenbachtal.
Um selbst in mich zu kehren und selbst über Gesellschaft, Natur und Tiere nachzudenken.
Das mir hilft und neue Insperationen gibt. In allen richtungen besonders im Kopf.
In diesem Zustand ist meine kleine Parzelle und Bäume und der Herbst das schönste an einem Blick den man erleben kann.

Der Campingplatz im Wandel der Zeit

Meine Bloggeschichte:

Die Idyllische Natur

Es war ein perfekter Sommermorgen auf meinem Dauercampingplatz in der Eifel. Die Sonne schien warm und golden, die Vögel zwitscherten fröhlich, und eine leichte Brise trug den Duft von frisch geschnittenem Gras über den malerischen Campingplatz. Mein Charey Campingwagen stand stolz auf einer grünen Wiese, umgeben von majestätischen Bäumen und einem ruhigen Fluß, der wie ein Spiegel die Landschaft reflektierte.

Das Lagerfeuer brannte gemütlich vor dem Campingwagen, umgeben von ein paar Campingstühlen, die darauf warteten, dass Freunde und Familie sich um die warme Glut versammelten. Die Atmosphäre war friedlich und einladend. Es war der perfekte Ort, um der Hektik des Alltags zu entfliehen und die Schönheit der Natur zu genießen.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir uns an diesem Tag über die einfachen Freuden des Lebens freuten. Wir fischten im Bach, gingen wandern und beobachteten die Vögel, die sich in den Baumkronen tummelten. Die Kinder spielten ausgelassen auf der Wiese, während die Erwachsenen sich entspannten und die Ruhe genossen. Es schien, als könnte nichts diese Idylle stören.

Die Klimawandel-Katastrophe

Doch dann änderte sich alles. Der Regen begann, erst leicht, dann immer heftiger. Tagelang regnete es ununterbrochen, und der sonst so ruhige Bach, der sich durch den Campingplatz schlängelte, schwoll zu einem reißenden Strom an. Der Wasserstand im See stieg bedrohlich an, und die einst friedliche Landschaft verwandelte sich in ein Chaos.

Eines Morgens wachte ich auf und sah aus dem Fenster meines Campingwagens. Das Bild, das sich mir bot, war erschreckend. Mein geliebter Charey Campingwagen stand zur Hälfte im Wasser. Das Lagerfeuer war erloschen, und die Campingstühle trieben hilflos umher. Der Himmel war dunkel und bedeckt, schwere Regenwolken hingen tief über dem Platz, und es regnete unaufhörlich.

Der Bach hatte seinen Lauf geändert und überschwemmte nun den gesamten Campingplatz. Die Bäume, die einst so stolz und fest standen, waren teilweise umgestürzt. Einige hatten dem Druck des Wassers nicht standhalten können und lagen nun entwurzelt am Boden. Die Vögel waren verstummt, und die friedliche Atmosphäre war einer bedrückenden Stille gewichen, die nur vom Prasseln des Regens und dem Rauschen des Wassers unterbrochen wurde.

Der Kampf gegen die Fluten

Wir kämpften gegen die Fluten, so gut es ging. Mit Sandsäcken versuchten wir, den Wassermassen Einhalt zu gebieten, doch es schien aussichtslos. Der Klimawandel hatte uns mit voller Wucht getroffen, und wir waren machtlos gegen die Naturgewalten. Es war erschütternd zu sehen, wie schnell sich die idyllische Landschaft in eine Katastrophenzone verwandelt hatte.

Doch trotz der Zerstörung gab es auch Hoffnung. Die Gemeinschaft auf dem Campingplatz rückte enger zusammen. Wir halfen einander, wo wir konnten, und gaben uns gegenseitig Trost und Unterstützung. Es war beeindruckend zu sehen, wie Menschen in Zeiten der Not zusammenhalten können.

Die Zukunft des Campingplatzes

Jetzt, da sich das Wasser langsam zurückzieht und der Regen nachlässt, steht der Wiederaufbau bevor. Es wird Zeit und Mühe kosten, den Campingplatz wiederherzustellen, aber wir sind entschlossen, unsere kleine Oase zurückzugewinnen. Die Ereignisse haben uns gelehrt, wie wichtig es ist, auf die Zeichen der Natur zu achten und Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Der Campingplatz wird nie wieder derselbe sein, aber er wird sich erholen. Und vielleicht wird er sogar stärker und widerstandsfähiger aus dieser Krise hervorgehen. Wir werden weiter kämpfen, die Schönheit der Natur schätzen und uns daran erinnern, wie schnell sich das Paradies in eine Katastrophe verwandeln kann.

Schlusswort

Diese Geschichte soll nicht nur die dramatischen Veränderungen auf meinem Campingplatz schildern, sondern auch ein Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels schaffen. Es ist an der Zeit, dass wir handeln und unseren Planeten schützen, damit zukünftige Generationen die gleiche Schönheit und Freude erleben können, die wir einst in Schleiden hatten.

Ich hoffe, dass meine Erfahrungen andere dazu inspirieren, sich für den Schutz unserer Umwelt einzusetzen und die Natur zu bewahren. Denn sie ist unser wertvollstes Gut und verdient unseren Respekt und unsere Fürsorge.