Einleitung
Manchmal sind es die Wintertage, die einen besonders zum Nachdenken bringen. Schnee, Stille, ein leerer Campingplatz, ein Becher Tee gegen 3 Uhr nachts – und viele Gedanken, die zwischen Alltagssorgen, Zukunftsplanung und tiefen Gesprächen mit Freunden hin und her pendeln. In diesem Blogbeitrag führe ich verschiedene Fäden zusammen: den Austausch mit meiner Schwester, einen persönlichen Moment auf dem Dieffenbachtal-Campingplatz, Behördenstress, Gespräche mit Susan und Minsley – und nicht zuletzt die Vision eines neuen Lebens mit Tiny House und Podcast.
1. Der Morgen danach: Winter, Einkauf, langer Schlaf
Ich war gestern im Schnee unterwegs – Einkaufen. Das war schön, aber auch kräftezehrend. Bewegung bei Kälte hat ihre eigene Magie. Danach bin ich bis halb zwei morgens weggetaucht in den Schlaf. Was bleibt, ist ein Sonntag voller Reflexion.
2. An meine Schwester: Kaffee, Haus, Tiefland statt Berghang
Liebe Schwester, liebe Chantel,
du hast mir neulich erzählt, dass auch euer Haus in der Eifel irgendwann zu beschwerlich werden könnte. Ich habe darüber nachgedacht. Was wäre, wenn ihr euch doch etwas Kleineres, Barrierefreies sucht – so wie ich?
Ich selbst werde wohl nicht ewig auf dem Campingplatz bleiben können. Die Zeichen stehen auf Räumung für Dauercamper und Erstwohnsitzer. Gespräche mit dem Rathaus bestärken diesen Eindruck.
Doch in den Märkischen Kreis oder Hochsauerland ziehen? Berghang, alte Wohnungen, kaum Anbindung? Nein danke.
Ich suche nach einem Grundstück für ein Tiny House – flach, erreichbar, mit öffentlichem Nahverkehr und Radwegen. Am besten zwischen Düren und Gummersbach. Denn: Ich kann meinen Dom nicht mitnehmen. Und meine Kölner Kontakte auch nicht.
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3. Minsley: Ehemaliger Investment Banker und ein ehrlicher Blick auf Deutschland
Ich habe mit Minsley telefoniert, einem alten Bekannten, den ich lange nicht gehört hatte. Er war Investment Banker – blitzgescheit, erfolgreich, viel Geld, aber seelisch kaputt.
Er erzählte mir gestern offen, dass seine Abfindung 240.000 Euro betrug. Danach war Schluss. Keine Kraft mehr. Kein Bling-Bling mehr.
Als Deutsch-Koreaner will er dennoch nicht aus Deutschland wegziehen. Dubai? Nein, danke. Er schrieb sogar einen kleinen Gastbeitrag:
Minsley sagt:
„Ich würde auch nicht nach Dubai ziehen.
Obwohl ich als ehemaliger Investment Banker genau das, was Dubai anbietet mag.
Turbokapitalismus, Luxus und Kohle.
Aber es gibt darüber hinaus noch mehr: Freiheit, Selbstbestimmung und die soziale Marktwirtschaft.
Bling Bling ist, wenn man selbst nicht mehr dazugehört – am Ende eben nur: Bling Bling.“
📝 Zum Artikel: Deutschland ist mehr als Geld – Dubai ist keine Alternative
Seine beiden Söhne sind jetzt 18 geworden. Wie die Zeit vergeht.
Wir haben über eine Podcast-Reihe gesprochen, die wir gemeinsam starten könnten. Es gibt so viel zu sagen, aus Erfahrung und aus innerem Wandel.
4. Susan & der Kaffee, der nie kalt werden darf
Auch mit Susan habe ich geschrieben. Wir sind uns einig geworden: Ein Kaffee-Treffen muss 2026 endlich sein. Ohne viele Worte, einfach ein Gespräch unter Menschen. Auch da wird deutlich: So schnell komme ich aus Köln nicht weg. Es ist nicht nur eine Stadt, es ist Lebensraum, Verbindung, Identität.
5. Der Alltag: Pacht, Ärzte, Krankenkasse, Platz mit Löchern
Es reißt nicht ab: Noch keine Rückmeldung zur Jahrespacht. Ein ärztlicher Termin mit einer möglichen Diagnose, die mich unruhig macht. Die Krankenkasse fordert einen neuen Nachweis für einen Festwohnsitz, um mir eine neue Karte zuzustellen. Und unter meinem Charley hat sich ein neues Loch aufgetan.
Der Platz lebt, aber er stirbt auch stückweise. Es zieht mich raus, doch ich weiß noch nicht wohin. Nur, dass ich mich nicht überhasten werde.
6. Fazit: Zwischen Vision, Erinnerung und Teeduft
Jetzt ist es Sonntagmorgen. Du, liebe Schwester, wirst mit Chantel gerade Kaffee kochen. Ich hatte um 3:20 Uhr nochmal einen leckeren Tee. Ich denke an euch und stelle mir den Duft eures Kaffees vor, wie er durch den Schnee bis zu meinem Fenster weht.
Ich plane gerade eine neue Geschichte für den Blog. Vielleicht ist sie schon fertig, wenn du das hier liest.
Bis bald, meine Lieben.
Euer Andreas aka Carrabelloy
PS: Ich werde alles miteinander verbinden: Campingplatz, Gespräche, Podcast, Tiny House. Es wird ein Kapitel, das bleibt. Wie dein Leben mal auf und nieder. Was uns alle im Leben bewegt.

