Sailfish OS auf dem Fairphone 4

Warum Verschlüsselung hier kein Feature, sondern Haltung ist

Während andere Betriebssysteme beim ersten Start fragen, welche Cloud man anbinden möchte, macht Sailfish OS etwas völlig anderes:
Es verschlüsselt zuerst meine Daten. Punkt.

Kein Marketing.
Kein Konto.
Kein Zwang zur Online-Anmeldung.

Ein stiller, technischer Akt – mit politischer Aussage.

Kein Klick-OS, sondern Kontrolle zurückholen

Die Installation von Sailfish OS ist kein „Weiter-Weiter-Fertigstellen“.
Sie ist bewusst nicht bequem. Und genau das ist ihre Stärke.

Bootloader offen

Flashen per Terminal

Kein One-Click-Installer

Kein App-Store-Zwang

Kein Google

Keine Telemetrie-Orgie

Das System läuft jetzt auf meinem Fairphone 4 – weil ich es so wollte, nicht weil ein Konzern es mir erlaubt.

Verschlüsselung als Standard – nicht als Option

Während Android & iOS Verschlüsselung gerne als „Sicherheitsfeature“ verkaufen, behandelt Sailfish sie als das, was sie ist:

Grundvoraussetzung für digitale Selbstbestimmung.

Die komplette interne Festplatte wird verschlüsselt:

Kontakte

Nachrichten

Systemdaten

Ohne Cloud.
Ohne Hintertüren.
Ohne Werbe-ID.

Das Passwort liegt bei mir – nicht auf fremden Servern.

Warum genau das der Unterschied ist

Wir reden ständig über:

Datenschutz

Digitale Souveränität

Abhängigkeiten von US-Konzernen

europäische Alternativen

Aber kaum jemand geht den Weg konsequent zu Ende.

Sailfish OS ist keine perfekte Lösung –
aber eine ehrliche.

Ja, nicht jede Hardware läuft perfekt

Ja, es gibt weniger Apps

Ja, es erfordert technisches Verständnis

Doch dafür gibt es:

Kontrolle

Transparenz

ein System, das mir gehört

Technik ohne Ideologie – und gerade deshalb politisch

Sailfish OS ist nicht „woke“.
Nicht missionarisch.
Nicht belehrend.

Es sagt nicht, was du denken sollst.
Es zwingt dich nur, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Und das ist heute radikaler als jede Parole.

Mein Fazit (vorläufig)

Während mein Fairphone gerade still vor sich hin verschlüsselt, wird mir klar:

Freiheit beginnt nicht beim Posten –
sondern beim Besitz der eigenen Infrastruktur.

Sailfish OS ist kein Massenprodukt.
Es ist ein Werkzeug für Menschen, die verstanden haben,
dass Bequemlichkeit der Preis für Kontrolle ist.

Ich bleibe dran.
Tests, Alltagserfahrungen, Stärken, Schwächen – alles folgt.

Lebensmittel retten – aber nur mit App?

Wie Too Good To Go digitale Ausgrenzung normalisiert
Lebensmittel retten klingt nach Fortschritt.
Nach Nachhaltigkeit.
Nach Verantwortung.

Doch was passiert, wenn genau dieser Anspruch an eine Bedingung geknüpft wird, die längst nicht alle erfüllen wollen – oder können?

Die Antwort liefert Too Good To Go selbst:
Ohne App keine Teilnahme. Keine Ausnahme. Keine Alternative.

Die App-Pflicht als Eintrittskarte zum Essen

Nach mehrfacher Nachfrage hat Too Good To Go unmissverständlich klargestellt:

Die Reservierung und Abholung von Lebensmitteln ist ausschließlich über die App möglich.
Eine Web-Oberfläche existiert nicht und ist nicht vorgesehen.

Das bedeutet im Klartext:
Wer keine App nutzt, bleibt draußen.

Egal ob aus Datenschutzgründen, technischer Überzeugung, aus Prinzip digitaler Selbstbestimmung oder schlicht, weil man kein kompatibles Gerät besitzt.

Das ist keine technische Notwendigkeit.
Das ist eine bewusste Entscheidung.

Digitale Selbstbestimmung ist kein Luxusproblem

Ich nutze keine Apps.
Nicht aus Trotz, sondern aus Überzeugung.

Meine Smartphones sind bewusst ohne proprietäre App-Ökosysteme betrieben. Open Source, selbst geflasht, kontrollierbar. Diese Entscheidung ist legitim – und sie betrifft längst nicht nur „Technik-Nerds“, sondern immer mehr Menschen, die sich mit Datenschutz, Abhängigkeiten und digitaler Souveränität auseinandersetzen.

Doch Too Good To Go sagt:
Dann bekommst du keine Lebensmittel.

Das ist digitale Ausgrenzung.

Nachhaltigkeit darf nicht selektiv sein

Wenn nachhaltige Projekte nur noch für jene zugänglich sind, die:

ein modernes Smartphone besitzen,

proprietäre Apps akzeptieren,

Tracking und Abhängigkeiten hinnehmen,

dann ist das keine soziale Nachhaltigkeit, sondern digitale Selektion.

Besonders problematisch wird das, wenn man den größeren Kontext betrachtet:

Tafeln arbeiten am Limit.

Lebensmittelarmut nimmt zu.

Gleichzeitig werden Zugänge verengt, statt erweitert.

Ein Projekt, das vorgibt, Lebensmittel zu retten, sollte niemanden vom Zugang ausschließen, nur weil er oder sie nicht Teil einer App-Infrastruktur sein will.

App-Zwang ist kein Naturgesetz

Eine responsive Web-Oberfläche wäre technisch trivial:

Reservieren

Abholen

Anzeigen
alles problemlos im Browser möglich.

Doch genau das wird verweigert.

Warum?
Weil Apps kontrollierbarer sind.
Weil Datenflüsse sauberer zu lenken sind.
Weil Nutzerbindung leichter funktioniert.

Aber das ist ein Unternehmensinteresse, kein Gemeinwohl.

Digitalministerium, EU-Wallets und der falsche Weg

Parallel dazu wird politisch darüber diskutiert, Alltagsprozesse weiter zu digitalisieren:

digitale Identitäten

Wallets

App-basierte Zugänge zu immer mehr Lebensbereichen

Doch Deutschland ist nicht Skandinavien – und will es auch nicht flächendeckend sein. Es gibt hier keinen gesellschaftlichen Konsens, das komplette Leben an Apps zu koppeln.

Wer diesen Weg dennoch erzwingt, verliert Menschen, statt sie mitzunehmen.

Warum ich darüber öffentlich schreibe

Ich habe Too Good To Go mehrfach sachlich kontaktiert.
Ich habe Alternativen vorgeschlagen.
Ich habe begründet, warum eine App-Pflicht problematisch ist.

Die Antwort war eindeutig: Nein.

Deshalb mache ich das öffentlich.

Nicht, um zu „bashen“,
sondern um zu zeigen, wohin wir steuern, wenn Nachhaltigkeit an technische Konformität gebunden wird.

Lebensmittel retten darf kein Privileg für App-Nutzer sein.

Haltung statt Hormon

Digitalisierung ist kein Selbstzweck.
Nachhaltigkeit kein Marketinglabel.
Und soziale Verantwortung endet nicht beim App-Download.

Wer wirklich retten will, muss Zugänge öffnen, nicht schließen.

Söders Microsoft-Milliarde – Der digitale Ausverkauf Bayerns

Vom „Heimat-Macher“ zum Cloud-Vermieter
Markus Söder verkauft Bayern – digital und politisch.
Während andere Länder wie die Niederlande, Frankreich und sogar der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag von Microsoft abrücken, geht der CSU-Ministerpräsident den entgegengesetzten Weg: rein in die Abhängigkeit, koste es, was es wolle.

Bayern plant einen Milliarden-Deal mit Microsoft, der sämtliche Behörden in die Cloud des US-Konzerns verlagern soll – und das ohne öffentliche Ausschreibung.
So etwas nennt man nicht Fortschritt, sondern digitalen Kolonialismus.
Ein Deal gegen Vernunft – und gegen Bayern

Die bayerische Staatsregierung will laut einer Präsentation des Finanzministeriums bis Ende 2025 den gesamten Staatsapparat mit Microsoft 365 ausstatten.
Während in Den Haag der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs erleben musste, dass Microsoft auf Druck der US-Regierung sein E-Mail-Konto sperrte, glaubt Söder ernsthaft, man könne auf amerikanische Cloud-Dienste vertrauen.

Ein Land, das seine Daten nicht schützt, verliert seine Souveränität.
Doch genau das passiert jetzt in Bayern – unter dem Etikett „Digitalisierung“.

Eine Milliarde Steuergeld – raus aus Bayern, rein nach Redmond

Laut offenem Brief der Heinlein Group, B1 Systems, OpenProject und anderer deutscher Softwarefirmen sollen in den kommenden fünf Jahren nahezu eine Milliarde Euro an Microsoft fließen.
Geld, das nicht in bayerische Firmen, Forschung oder Open-Source-Lösungen investiert wird,
sondern direkt in die Taschen eines US-Konzerns.

Von Transparenz keine Spur:

„Weil dafür ein Rahmenvertrag als Stütze dient, braucht es keine Ausschreibung, keine Beteiligung, niemand muss Kritik anhören.“
– Offener Brief der IT-Branche

Söder – der Phrasen-König des Digitalen

Markus Söder liebt große Worte:

„Bayern wird digitales Leitland!“
In Wahrheit baut er einen digitalen Hinterhof für die US-Techindustrie.

Dass der Internationale Strafgerichtshof, Universitäten und Verwaltungen längst auf OpenDesk – also europäische, quelloffene Alternativen wie Nextcloud, OpenProject oder Univention – umsteigen, scheint ihn nicht zu interessieren.
Söders Motto: „Lieber alte Abhängigkeiten pflegen, als neue Ideen fördern.“

Diese Politik ist kein Fortschritt, sondern Rückschritt mit WLAN.

Datenschutz? Später vielleicht.

Selbst das Finanzministerium gibt zu:

„Datenschutzprobleme räumt man ein, doch kümmern solle man sich darum später.“

Mit dieser Haltung würden in jedem mittelständischen Unternehmen die Alarmglocken schrillen –
doch in der Staatskanzlei reicht offenbar ein PR-Slogan: „Bayern wird digital.“

Das erinnert an Söders typische Wendehals-Politik:
Heute „Technologie-Offensive“, morgen „Heimatschutz“.
Immer das, was gerade in die Schlagzeilen passt – nie das, was wirklich Bestand hat.

Offene Fragen – keine Antworten

Auf Nachfrage von Journalisten konnte das Finanzministerium keine Angaben zu:

Vertragslaufzeit,

Kosten,

Sicherheitsvorkehrungen
oder

geprüften Alternativen

machen.
Man „bitte um Verständnis“, hieß es.
Verständnis? Nein – das ist schlicht Ignoranz gegenüber dem Steuerzahler.

Europa setzt auf Unabhängigkeit – Bayern auf Abhängigkeit

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag wechselte jüngst von Microsoft zu OpenDesk,
weil US-Sanktionen und Zugriffsmöglichkeiten auf Daten ein reales Sicherheitsrisiko darstellen.
In Bayern dagegen glaubt man offenbar, Datenschutz sei optional.

„Digitale Souveränität? Wird überbewertet“, scheint Söders Devise zu sein.

Fazit – Söders Milliarden-Phrasen

Markus Söder inszeniert sich als Digitalisierer, bleibt aber der alte Phrasen-König,
der lieber Deals macht als Debatten führt.
Er redet von Zukunft – und kauft sich dabei in die Vergangenheit ein.

Wer als Regierungschef die Kontrolle über eigene Daten, Finanzen und Infrastruktur aus der Hand gibt,
der verrät nicht nur seine Wirtschaft, sondern auch seine Bürger.

💬 Haltung statt Hormon

Digitalisierung ist kein Selbstzweck.
Sie braucht Unabhängigkeit, Transparenz und Sicherheit –
nicht Showpolitik und amerikanische Knebelverträge.

Bayern verdient mehr als ein Microsoft-Abo auf Lebenszeit.
Und wer wirklich Zukunft will, muss endlich Open Source denken,
nicht Microsoft 365 als Staatsreligion einführen.

📌 Mein Kommentar:

Söder ist kein Digitalstratege – er ist ein Wendehals mit WLAN-Anschluss.

Wenn Ideologie, Macht und Lobbyismus den Verstand ersetzen,
bleibt von Politik nur noch Phrasendrescherei in der Cloud.

📰 Quellen & weiterführende Informationen:

Während Den Haag aussteigt: Bayern schließt Milliarden-Deal mit Microsoft

Während Den Haag aussteigt: Bayern schließt Milliarden-Deal mit Microsoft

Vertrag soll bis Jahresende stehen: Bayern will in die Microsoft-Cloud
Vertrag soll bis Jahresende stehen: Bayern will in die Microsoft-Cloud

Offener Brief der deutschen IT-Branche (Heinlein Group)

Offener Brief der deutschen IT-Branche

💻 Der Weg von Windows zu Linux – Sicherheit, Freiheit und neue Möglichkeiten

Immer mehr Menschen stehen vor einem technischen Umbruch: Windows 10 wird bald nicht mehr unterstützt, aber Windows 11 läuft nicht auf ihrer vorhandenen Hardware. Eine neue Chance tut sich auf – komplett auf Linux umsteigen.

So auch Karsten, der mir eine E-Mail schrieb. Er sucht nach einem sicheren, freien System – ohne auf Komfort verzichten zu wollen. Das Ziel: Debian Linux mit verschlüsseltem /home-Verzeichnis, am liebsten sogar zusätzlich gesichert durch einen Hardware-Token wie Yubikey oder Nitrokey.
🧩 Linux ist nicht gleich Linux – Vielfalt ist Stärke

Wie ich bereits in diesem Beitrag ausführlich dargestellt habe, ist Linux nicht „ein“ System – sondern eine ganze Welt von Distributionen:

Debian – stabil, neutral, perfekt für Lernende

Linux Mint – besonders für Einsteiger gedacht, einfache Bedienung

Ubuntu LTS – langfristige Unterstützung, riesige Community

MX Linux, Fedora, Arch – je nach Wunsch von benutzerfreundlich bis hochflexibel

Für Karsten und alle, die ohne Terminalkenntnisse starten wollen: Mint oder Ubuntu sind super geeignet.
🔐 Sicherheit für unterwegs – Brauche ich eine Festplattenverschlüsselung?

Wenn dein Laptop:

… mit dir auf Reisen geht,

… unbeaufsichtigt im Hotel bleibt,

… sensible Daten enthält,

… dann solltest du dein /home-Verzeichnis verschlüsseln.

Tools wie LUKS2 bieten dafür bewährten Schutz – und lassen sich inzwischen auch mit einem Yubikey oder Nitrokey kombinieren.
🔑 Yubikey vs. Nitrokey – Welche Hardware ist besser?
Merkmal Yubikey Nitrokey
Herkunft USA Deutschland
Open Source Teilweise Vollständig
Formfaktor Sehr kompakt Etwas größer
Kompatibilität Sehr gut dokumentiert Gute Linux-Unterstützung

Empfehlung: Wenn du maximale Transparenz willst → Nitrokey.
Wenn du einen robusten, gut integrierten Token suchst → Yubikey.

🛠️ Praktische Umsetzung unter Debian

Mit dem Paket yubikey-luks lässt sich ein zusätzlicher Schutz beim Booten einbauen. Dann fragt Debian nach deinem Yubikey und einem Passwort. Vorteil: Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, kann er dein System ohne Token nicht starten.
📦 Installations-Tipp:

sudo apt install yubikey-luks

Hinweis: /boot bleibt weiterhin unverschlüsselt – der sogenannte Evil Maid Angriff ist damit theoretisch möglich, aber in der Praxis sehr selten.
👨‍👩‍👧‍👦 Für wen lohnt sich Verschlüsselung?
Nutzerprofil Empfehlung
Nur zu Hause, keine sensiblen Daten Nicht zwingend notwendig
Laptop auf Reisen, persönliche Dokumente Ja, /home verschlüsseln
IT-Profis, Aktivisten, Entwickler Ja, vollständige LUKS2-Verschlüsselung empfohlen
Ältere Nutzer mit wenig Technikkenntnis Nur wenn es wirklich nötig ist – und mit Hilfe eingerichtet
📬 Fazit – Deine Freiheit, dein System, dein Schutz

Karstens Anfrage steht für viele, die aktuell nach einer echten Alternative zu Windows suchen. Linux ist längst nicht mehr nur für Experten. Es gibt einfache, grafische Systeme – und du musst das Terminal nicht beherrschen, um sicher unterwegs zu sein.

Ob du dich für Debian, Ubuntu oder Linux Mint entscheidest: Die Entscheidung, dein Gerät mit freier Software und deinem eigenen Sicherheitskonzept zu betreiben, ist ein mutiger Schritt in Richtung digitale Souveränität.

💬 Was denkst du? Nutzt du bereits Hardware-Token? Planst du den Umstieg?
Hinterlasse gerne einen Kommentar – oder teile diesen Beitrag im Fediverse.

Weitere Artikel von mir dazu:

Reblog of MK: Microsoft macht WSL zu Open Source

🎯 Schlagzeile:

Microsoft macht WSL Open Source – Demokratisierung oder Trojanisches Pferd?

🌝 Vorspann:

Mit der Veröffentlichung des Windows Subsystem for Linux (WSL) als Open-Source-Projekt präsentiert sich Microsoft als Freund freier Software. Doch steckt dahinter eine strategische Umarmung – oder ein Versuch, Open Source langfristig zu kontrollieren?

📌 Hintergrund:

Microsoft hat den Quellcode von WSL offiziell auf GitHub veröffentlicht. In mehrere Komponenten gegliedert, umfasst das Projekt Werkzeuge wie wsl.exe, den GUI-Support (wslg) sowie systemnahe Prozesse für Netzwerk und Dateisysteme.

Offiziell will Microsoft so Transparenz fördern und Entwickler stärker einbinden. In der Praxis wird damit ein Kernstück moderner Linux-Nutzung unter Windows in das Open-Source-Ökosystem eingebettet.

❗ Kritische Perspektive:

1. Open Source ≠ freie Machtverhältnisse

Microsoft kontrolliert weiterhin:

das Projekt-Repo (inkl. Pull-Requests),

die technische Ausrichtung,

und die Verteilung über Windows Update.

Faktisch bleibt Microsoft Gatekeeper der Linux-Integration in Windows.

2. Digitale Abhängigkeit statt digitale Souveränität

Gerade in Europa fordern viele Stimmen, sich von US-zentrierten Systemen wie Windows zu lösen. Linux bietet dafür die Grundlage – frei, dezentral, kontrollierbar. WSL hingegen macht Linux abhängig von der Windows-Infrastruktur.

3. „Einschließen durch Umarmen“

Microsofts Geschichte ist geprägt von der Strategie „Embrace, Extend, Extinguish“. Mit WSL kann man Entwickler:innen an Windows binden – viele nutzen Linux-Tools, bleiben aber im Microsoft-Ökosystem.

🌍 Der europäische Kontext:

Immer mehr Behörden in der EU setzen auf Linux (z. B. Frankreichs Gendarmerie, Münchens LiMux-Versuch, Estland).

Digitale Souveränität ist erklärtes Ziel der EU-Kommission.

WSL wirkt da wie ein Versuch, Linux unter Kontrolle zu halten, statt es als freie Alternative zu fördern.

🤝 Haltung statt Hype:

Microsofts Schritt ist nicht per se schlecht. Aber:

„Open Source ist kein Freifahrtschein – es geht um Macht, Kontrolle und gesellschaftliche Abhängigkeiten.“

💬 Schlussabsatz (Rubrik „Haltung statt Hormon“):

Die Entscheidung liegt bei uns Nutzer:innen. Wollen wir echte Offenheit – oder nur das Gefühl davon in einem goldenen Käfig? Wer Linux will, sollte es direkt nutzen – ohne Windows-Zwischenschicht. Wer digitale Freiheit ernst meint, muss sich von der Komfortzone des proprietären Denkens lösen.

Reblog via MK

Microsoft hat das Windows Subsystem for Linux (WSL) offiziell als Open-Source-Projekt veröffentlicht. Der Quellcode steht ab sofort auf GitHub unter Microsoft/WSL bereit. Die Entwickler haben das Projekt dabei in mehrere eigenständige Komponenten unterteilt. Dazu zählen Tools wie wsl.exe, wslg.exe und der zentrale WSL-Dienst. Auch Prozesse für Netzwerkfunktionen und Dateizugriffe gehören nun zur öffentlich einsehbaren Struktur. […]

Der Beitrag Microsoft macht WSL zu Open Source erschien zuerst auf fosstopia.