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Schlagwort: medien

  • Deutschland wird systematisch kaputtgelogen – und die eigenen Leute sollen stillhalten

    Deutschland wird systematisch kaputtgelogen – und die eigenen Leute sollen stillhalten

    **Deutschland wird systematisch kaputtgelogen – und die eigenen Leute sollen stillhalten**

    Es reicht. Es reicht wirklich. Man muss sich das mal ganz nüchtern anschauen, was hier gerade in diesem Land abgeht. Wir haben ein Land, das sich selbst kaputt macht, und statt endlich die Notbremse zu ziehen, wird weiter gelogen, beschönigt, Geld mit vollen Händen rausgeschmissen und Kritiker mundtot gemacht.

    Nehmen wir nur mal NRW. Hendrik Wüst gibt selbst zu, dass rund **100.000 schulpflichtige Kinder** kein vernünftiges Deutsch sprechen – viele davon hier geboren und aufgewachsen. Und was sagt er? „Ist ja nicht so schlimm.“ Während Lehrer verzweifeln, weil sie in manchen Klassen kaum noch unterrichten können. Gleichzeitig lässt man weiter Massen an Flüchtlingen ins Land. 2025 hat der Bund allein fast **25 Milliarden Euro** für Migration ausgegeben.

    Gleichzeitig fließt das Geld an Organisationen wie **Pro Asyl** und ein ganzes Netzwerk von über 330 Organisationen und mehr als 420 Förderprogrammen, die sich um „Desinformation“ und Inhaltskontrolle kümmern. Die werden vom Staat bezahlt und dürfen dann als „Trusted Flagger“ Inhalte bei Plattformen melden. Das ist kein Geheimnis mehr.

    Und die Medien machen fleißig mit. **NTV, RTL, Bertelsmann** – alles ein großer Laden. Da sitzen Leute wie Blome und Pepper und bauen irgendwelche Themen künstlich auf, verdrehen Fakten und tun so, als wäre jede kritische Stimme automatisch „rechts“.

    Am krassesten war’s heute wieder bei Nena Brockhaus in ihrer Sendung „Meinungsfreiheit“. Da hat ein Journalist: Wolfgang Büscher und „Die Arche“ ganz offen erzählt, wie er mit einer ZDF-Kollegin gesprochen hat. Die hat ihm im Beisein eines weiteren Kollegen klipp und klar gesagt: „Bei uns sind sehr viele Linke, da darfst du bestimmte Themen gar nicht richtig ansprechen, da kommst du damit nicht durch.“ Das ist kein Hörensagen mehr – das wurde heute öffentlich in der Sendung ausgesprochen. Und jeder weiß, dass es bei der ARD genau dasselbe ist.

    **Compact** wurde verboten, weil es nicht ins Narrativ passte – bis das Gericht das Verbot wieder gekippt hat. Das zeigt doch alles: Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Kritik an Massenzuwanderung? Rechts. Kritik am Zensurnetzwerk? Rechts. Kritik an den Milliardenausgaben? Auch rechts.

    Wir finanzieren Mülltrennung in Afrika, während hier die eigenen Straßen, Schulen und Krankenhäuser unter Druck stehen. Wir halten ein Heer von NGOs am Leben, die gegen das eigene Volk arbeiten, und wundern uns, dass die Leute die Schnauze voll haben und in Ostdeutschland die AfD wählen.

    **Es ist alles verlogen.** Die Sprache geht verloren, die Schulen brechen zusammen, die Kosten explodieren, und gleichzeitig wird uns erzählt, das sei alles nicht so schlimm und wer was dagegen sagt, sei ein Rechter.

    Es muss komplett umgesteuert werden. Weniger reinlassen. Die Förderungen für diese ganzen Netzwerke sofort stoppen. Kein Geld mehr für Organisationen, die uns vorschreiben wollen, was wir denken dürfen. Erst das eigene Land wieder auf die Beine stellen – dann können wir über Solidarität reden.

    Das ist kein rechter Gedanke. Das ist gesunder Menschenverstand. Und immer mehr Menschen in diesem Land haben genau diesen Verstand wieder eingeschaltet.

    Quellen und Nachweise

    Weiterfuehrender eigener Beitrag: Deutschland, Meinungsfreiheit und das wachsende Zensurnetzwerk

  • Vom Pressehaus zur politischen Schaltzentrale: Was bei Axel Springer wirklich umgebaut wird

    Vom Pressehaus zur politischen Schaltzentrale: Was bei Axel Springer wirklich umgebaut wird

    Bei Axel Springer wechseln derzeit nicht einfach einige Redakteure ihre Büros. Im Hintergrund wird ein publizistisches Machtzentrum neu sortiert. Bekannte Köpfe verlassen Führungspositionen, andere werden mit markenübergreifender Verantwortung ausgestattet. Gleichzeitig wird offen über Koalitionen, die AfD und den politischen Kurs Deutschlands gesprochen.

    Spätestens mit dem Wechsel von Michael Bröcker von Table.Briefings zu Axel Springer wird sichtbar, dass es um mehr geht als um eine gewöhnliche Personalentscheidung. Es geht um die Frage, wer künftig die politische Berichterstattung von WELT, POLITICO Deutschland und BUSINESS INSIDER Deutschland prägt – und damit auch darum, welche Themen groß gemacht, welche politischen Möglichkeiten verworfen und welche Personen als seriöse Gesprächspartner präsentiert werden.

    ## Michael Bröcker wird nicht irgendein neuer Redakteur

    Michael Bröcker verlässt Table.Briefings und wird bei Axel Springer nicht nur Chefredakteur von POLITICO Deutschland. Er übernimmt zugleich die neu zugeschnittene Position des übergreifenden Politikchefs der sogenannten PREMIUM-GRUPPE.

    Zu dieser Gruppe gehören WELT, POLITICO Deutschland und BUSINESS INSIDER Deutschland. Bröcker erhält damit Einfluss auf die politische Berichterstattung mehrerer reichweitenstarker Medienmarken gleichzeitig. Annett Meiritz wechselt zusätzlich vom Handelsblatt zu POLITICO Deutschland und wird dort stellvertretende Chefredakteurin. Der bisherige POLITICO-Chef Gordon Repinski erhält wiederum eine neue, markenübergreifende Rolle als „International Political Anchor“.

    Das ist keine einfache Neubesetzung eines einzelnen Schreibtisches. Hier wird politische Berichterstattung gebündelt. Dieselben führenden Personen sollen künftig über Zeitung, Internet, Fernsehen, Podcasts und soziale Netzwerke hinweg auftreten.

    Wer diese Struktur kontrolliert, entscheidet nicht darüber, was die Bürger wählen. Er entscheidet aber sehr wohl mit darüber, welche Themen täglich erscheinen, welche Aussagen als vernünftig gelten und welche politischen Möglichkeiten bereits sprachlich aus dem zulässigen Raum geschoben werden.

    ## Bröckers LinkedIn-Beitrag klingt teilweise wie eine politische Regierungserklärung

    Besonders aufschlussreich ist Bröckers eigene Ankündigung seines Wechsels auf LinkedIn. Darin schreibt er nicht nur über Journalismus oder seine berufliche Zukunft. Er formuliert einen ganzen politischen Forderungskatalog:

    Mehr Vertrauen in Unternehmer, einen effizienteren Staat, eine „Radikalkur“ bei politischen Ritualen, Technologieoffenheit und schließlich den Satz:

    **„Schwarz-blaue Fantasien brauchen wir nicht.“**

    Natürlich darf auch ein Chefredakteur eine politische Meinung haben. Journalisten müssen keine gesichtslosen Schreibmaschinen sein. Problematisch wird es jedoch, wenn ein künftiger gruppenweiter Politikchef bereits bei seinem Amtsantritt eine mögliche Koalition politisch abräumt, noch bevor er seine neue Position überhaupt übernommen hat.

    Bröckers Text liest sich an einigen Stellen weniger wie die sachliche Mitteilung eines Journalisten und mehr wie eine Bewerbung bei einem politischen Parteivorstand. Er beschreibt nicht nur, wie er arbeiten will. Er erklärt, welches politische Bündnis Deutschland seiner Ansicht nach ausdrücklich nicht benötigt.

    Das ist noch kein Beweis für eine parteipolitische Steuerung. Es ist aber ein deutliches Signal, aus welcher politischen Haltung heraus der künftige Politikchef an seine Arbeit herangeht.

    Noch bemerkenswerter ist seine persönliche Erklärung zu Helge Fuhst. Bröcker bezeichnet ihn als integren Journalisten und schreibt sinngemäß, für Fuhst gehe er „durchs Feuer“.

    Auch das ist menschlich nachvollziehbar. Für eine öffentliche Mitteilung über den Wechsel in eine der mächtigsten deutschen Mediengruppen klingt es allerdings eher nach einem engen politischen und persönlichen Netzwerk als nach nüchterner redaktioneller Distanz.

    ## Helge Fuhst steuert die gesamte PREMIUM-GRUPPE

    Helge Fuhst kam Anfang 2026 von der ARD zu Axel Springer. Zuvor leitete er die Redaktion der Tagesthemen und war Zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell. Bei Springer wurde er Vorsitzender der Chefredaktionen der PREMIUM-GRUPPE und zugleich Chefredakteur der WELT-Gruppe.

    Nach der offiziellen Beschreibung steuert Fuhst markenübergreifend die gesamte Berichterstattung von WELT, POLITICO Deutschland und BUSINESS INSIDER Deutschland. Die jeweiligen Chefredakteure sind in diese zentrale Struktur eingeordnet.

    Damit entsteht eine publizistische Befehlskette, die weit über eine einzelne Zeitung hinausgeht.

    WELT galt traditionell als konservativ und wirtschaftsliberal. POLITICO richtet sich besonders an das politische Berlin, Brüssel, Ministerien, Abgeordnete, Verbände und Lobbyorganisationen. BUSINESS INSIDER erreicht wiederum ein wirtschaftlich interessiertes Publikum.

    Wer diese drei Marken zusammenführt, besitzt Zugriff auf unterschiedliche Teile derselben Machtlandschaft: auf die breite Öffentlichkeit, die politische Führungsebene und die wirtschaftlichen Entscheidungsträger.

    Der Wechsel Fuhsts von der ARD zu Springer beweist für sich genommen keine politische Kursverschiebung. Zusammen mit der Berufung Bröckers und der Zentralisierung der Redaktionen entsteht jedoch ein erkennbares neues Machtgefüge.

    ## Was geschieht mit den bisherigen konservativen Köpfen?

    Gleichzeitig verlieren mehrere Personen, die lange für das konservative und streitbare Profil der WELT standen, ihre formalen Führungspositionen.

    Robin Alexander verließ zum Jahreswechsel 2025/2026 die Redaktion. Gemeinsam mit Dagmar Rosenfeld führt er den Podcast „Machtwechsel“ seit Januar 2026 eigenständig weiter. Alexander bleibt zwar Kolumnist der WELT AM SONNTAG und Gast bei WELT TV, besitzt aber keine feste redaktionelle Führungsposition mehr.

    Auch Ulf Poschardt ist nicht vollständig aus dem Axel-Springer-Haus verschwunden. Er gab jedoch zum 1. Juli 2026 seine Herausgeberposition für WELT, POLITICO Deutschland und BUSINESS INSIDER Deutschland ab. Springer machte ihn stattdessen zum sogenannten „Freiesten Mitarbeiter“.

    Er soll weiterhin Kolumnen, Videos, Podcasts und Talkformate produzieren. Mathias Döpfner erklärte sogar, man wolle „mehr Ulf Poschardt“. Trotzdem besteht ein entscheidender Unterschied: Poschardt produziert weiterhin Inhalte, besitzt aber nicht mehr dieselbe formale Macht über die redaktionelle Gesamtlinie.

    Jan Philipp Burgard legte seine Funktionen als WELT-Chefredakteur offiziell aus gesundheitlichen Gründen nieder. Seine Position übernahm Fuhst.

    Man muss deshalb sauber bleiben: Poschardt wurde nicht aus dem Haus geworfen, Alexander hat nicht jeden Kontakt zur WELT abgebrochen und bei Burgard wurden gesundheitliche Gründe genannt.

    Trotzdem ist das Ergebnis eindeutig: Die bisherige Führungsmannschaft wird durch eine neue, zentralisierte Struktur ersetzt. Die alten Köpfe dürfen teilweise weiter schreiben, senden und ihre eigenen Formate betreiben. Die organisatorische Macht über die politische Berichterstattung wandert jedoch zu Fuhst, Bröcker und der neuen PREMIUM-GRUPPE.

    ## Die AfD ist zur Bruchlinie im Springer-Haus geworden

    Der Konflikt um den Umgang mit der AfD zieht sich inzwischen sichtbar durch Axel Springer.

    Ende 2024 veröffentlichte die WELT AM SONNTAG einen Gastbeitrag von Elon Musk, in dem dieser ausdrücklich für die AfD warb. Die Veröffentlichung führte zu heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der Redaktion. Die damalige Leiterin des Meinungsressorts, Eva Marie Kogel, kündigte aus Protest. Ulf Poschardt und Jan Philipp Burgard verteidigten dagegen die Entscheidung, den Text zu veröffentlichen und ihm eine Gegenposition gegenüberzustellen.

    Ende 2025 berichteten Branchenmedien, die Redaktion habe einen weiteren geplanten Gastbeitrag verhindert, diesmal von AfD-Mitgründer Alexander Gauland. Im Umfeld dieser Auseinandersetzungen wurde auch der Abschied Robin Alexanders bekannt. Ein direkter und alleiniger Zusammenhang ist öffentlich nicht bewiesen. Der Streit zeigt jedoch, wie tief die Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Hauses reichen.

    Auf der einen Seite stehen Stimmen, die auch umstrittene AfD-Positionen und Gastbeiträge veröffentlichen wollen. Auf der anderen Seite stehen Journalisten und neue Führungskräfte, die schon den Gedanken an Schwarz-Blau öffentlich verwerfen.

    Hier wird nicht nur über journalistische Formate gestritten. Hier wird um die politische Richtung eines der mächtigsten Medienhäuser Deutschlands gerungen.

    ## Döpfner steht tatsächlich zwischen mehreren Fronten

    Auch Mathias Döpfner gerät dabei zunehmend unter Druck.

    Axel Springer bestätigte zwei persönliche Gespräche zwischen Döpfner und Friedrich Merz über die AfD: eines Ende 2024, als Merz noch Oppositionsführer war, und ein weiteres im Frühjahr 2026 während dessen Kanzlerschaft.

    Der Verlag bestreitet jedoch ausdrücklich die Darstellung, Döpfner habe Merz zu einer Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt. Nach Angaben Springers habe Döpfner vielmehr seine kritische Haltung zur Partei erklärt und lehne die AfD politisch ab.

    Gleichzeitig wird von einem schweren Zerwürfnis zwischen Merz und Döpfner berichtet. Bei einem WELT-Wirtschaftsgipfel im Januar 2026 soll Merz in Anwesenheit Döpfners besonders scharfe Angriffe aus den Springer-Medien auf seine Person vorgelesen haben. Die Stimmung zwischen beiden wurde aus dem Teilnehmerumfeld als eisig beschrieben. Das Kanzleramt bestätigte die Einzelheiten nicht.

    Döpfner steht damit zwischen verschiedenen Lagern.

    Kritiker von links werfen Springer vor, der AfD und Figuren wie Elon Musk eine zu große Bühne zu bieten. Teile des konservativen Publikums wiederum sehen, wie bisherige meinungsstarke Köpfe Führungspositionen abgeben und ein neuer Politikchef bereits vor Amtsantritt Schwarz-Blau öffentlich ausschließt.

    Döpfner wird somit gleichzeitig beschuldigt, zu weit nach rechts zu gehen und sein eigenes konservatives Profil aufzugeben.

    Das ist kein Beweis dafür, dass jemand Axel Springer von außen übernommen hat. Es zeigt aber, dass innerhalb des Hauses ein heftiger Kampf um Richtung, Einfluss und politische Anschlussfähigkeit stattfindet.

    ## Ein Medienunternehmen mit einer außergewöhnlichen Machtkonzentration

    Nach der Trennung von den großen Stellen- und Immobilienplattformen befindet sich das eigentliche Medienunternehmen Axel Springer wieder nahezu vollständig im Besitz von Friede Springer und Mathias Döpfner. Beide halten zusammen 95 Prozent der Anteile. Der Konzern bezeichnet sich seitdem wieder als familiengeführtes und schuldenfreies Medienunternehmen.

    Eigentum an einem Medienunternehmen bedeutet selbstverständlich nicht, dass jeder einzelne Artikel persönlich vom Eigentümer angeordnet wird.

    Es bedeutet aber, dass sehr wenige Menschen über die langfristige Strategie, die Führungspositionen, die Markenstruktur und die Verteilung finanzieller Mittel entscheiden können.

    Wenn gleichzeitig mehrere Redaktionen unter einer gemeinsamen Führung gebündelt werden, steigt diese Machtkonzentration weiter. Aus drei formal unterschiedlichen Medien können dadurch drei Ausspielwege derselben publizistischen Grundrichtung werden.

    Dann erscheint ein Thema morgens bei POLITICO, wird mittags bei WELT TV besprochen, am Nachmittag von BUSINESS INSIDER wirtschaftlich eingeordnet und abends in sozialen Netzwerken von denselben bekannten Gesichtern kommentiert.

    Für das Publikum wirkt dies wie eine breite gesellschaftliche Debatte. Tatsächlich kann ein erheblicher Teil dieser Debatte aus demselben Konzern, denselben Führungsebenen und denselben politischen Netzwerken stammen.

    ## Wenn Journalisten selbst politische Grenzen festlegen

    Journalismus muss Macht kontrollieren. Er soll Widersprüche offenlegen, Informationen beschaffen und unterschiedliche politische Möglichkeiten prüfen.

    Journalismus sollte jedoch vorsichtig werden, wenn seine führenden Vertreter anfangen, bereits vor einer Wahl oder Koalitionsbildung festzulegen, welche demokratisch möglichen Mehrheiten diskutiert werden dürfen und welche als bloße „Fantasien“ abgetan werden.

    Man kann eine Koalition aus CDU und AfD politisch ablehnen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, über die offen gestritten werden muss. Ein Politikchef darf diese Meinung ebenfalls vertreten.

    Doch wenn derselbe Politikchef anschließend die Berichterstattung mehrerer großer Medienmarken prägt, muss das Publikum wissen, dass hier nicht nur ein neutraler Beobachter spricht.

    Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob Michael Bröcker Schwarz-Blau ablehnen darf. Natürlich darf er das.

    Die entscheidende Frage lautet: Wird seine Redaktion trotzdem ergebnisoffen darüber berichten? Werden Vertreter unterschiedlicher Positionen fair befragt? Werden Argumente geprüft oder schon durch sprachliche Etiketten aussortiert? Und wird auch die bestehende politische Macht mit derselben Härte kontrolliert?

    ## Presse und Politik treffen sich längst nicht nur im Interview

    Große Medienhäuser berichten nicht einfach von außen über Politik. Ihre Führungskräfte treffen Kanzler, Minister, Parteivorsitzende, Konzernchefs und Lobbyisten persönlich. Sie organisieren Wirtschaftsgipfel, Sicherheitskonferenzen, Hintergrundgespräche und Veranstaltungen, bei denen politische und wirtschaftliche Macht direkt auf publizistische Macht trifft.

    Das ist nicht automatisch eine Verschwörung. Es ist zunächst ein Netzwerk.

    Doch Netzwerke werden problematisch, wenn Nähe nicht mehr kritisch offengelegt wird, wenn Journalisten politische Strategien mitentwickeln oder wenn Medienhäuser beginnen, bestimmte Regierungsbündnisse zu fördern beziehungsweise grundsätzlich auszuschließen.

    Der Bürger sieht später nur die fertige Sendung, die Schlagzeile oder das Interview. Er sieht nicht, welche Gespräche vorher stattgefunden haben, welche Personen sich seit Jahren kennen und welche Entscheidungen hinter verschlossenen Türen getroffen wurden.

    Gerade deshalb braucht ein großer Medienkonzern mehr Transparenz und nicht weniger.

    ## Mein Fazit: Axel Springer wird nicht unpolitischer, sondern zentraler

    Axel Springer verabschiedet sich nicht vollständig von seinem konservativen Profil. Poschardt bleibt Autor, Robin Alexander bleibt Kolumnist und auch weiterhin erscheinen bei WELT deutlich konservative Stimmen.

    Doch die formale Macht wird neu verteilt.

    Statt einzelner starker Zeitungsredaktionen entsteht eine zentral gesteuerte PREMIUM-GRUPPE. Statt klar getrennter Medienmarken arbeiten Politikchefs, Moderatoren, Podcaster und sogenannte Creator zunehmend markenübergreifend.

    Michael Bröckers LinkedIn-Erklärung macht dabei sichtbar, dass auch die neue Führung keine politisch unbeschriebene Seite ist. Sein Satz gegen „schwarz-blaue Fantasien“ ist eine klare politische Ansage – ausgesprochen von einem Mann, der künftig die Politikberichterstattung mehrerer großer Medienmarken mitsteuern soll.

    Das muss man nicht als geheimen Plan bezeichnen. Die öffentlich sichtbaren Vorgänge reichen bereits aus, um aufmerksam zu werden.

    Denn gefährlich wird Medienmacht nicht erst dann, wenn jemand einen direkten Befehl erteilt.

    Sie beginnt dort, wo wenige Personen bestimmen können, worüber Millionen Menschen sprechen, welche politischen Optionen als vernünftig gelten und welche schon vor Beginn der eigentlichen Debatte aussortiert werden.

    Eine freie Presse soll die Macht kontrollieren.

    Sie darf nicht selbst zum Ersatz für einen Parteivorstand werden.

  • Herr Altmaier, das ist keine Handlungsfähigkeit — das ist Schlanker-Fuß-Politik auf den Knochen der Beitragszahler.

    Herr Altmaier, das ist keine Handlungsfähigkeit — das ist Schlanker-Fuß-Politik auf den Knochen der Beitragszahler.

    Das nennen Sie also Handlungsfähigkeit, Herr @peteraltmaier ?

    Wenn weiter Phrasen gedroschen und den Bürgern politische Märchen verkauft werden?

    Diese sogenannte Reform der zeigt doch wieder genau das Problem: Oben klopft man sich auf die Schulter, unten zahlen die Bürger die Rechnung.

    Sie reden von Zukunft und des . Aber für wen denn?

    Für die normalen ?
    Für ?
    Für ?
    Für Menschen, die ohnehin schon jeden Monat rechnen müssen?

    Oder doch wieder für die politische Klasse, bei der am Ende alles weich abgefedert wird?

    Viele von Ihnen sind privat versichert oder haben Sonderwege, Beihilfe, Zuschüsse und politische Absicherung. Hauptsache bei Ihnen stimmt es. Der normale Bürger darf dann mehr zahlen, länger warten, weniger bekommen und soll es noch als „Reform“ feiern.

    Das ist keine #Handlungsfähigkeit.

    Das ist -Fuß-Politik auf der kleinen Leute.

    Und diese sehen wir doch überall.

    Bei der heißt es von @jensspahn
    und anderen groß: Nein, wir lehnen das ab. Und dann kommt in Brüssel @ManfredWeber
    mit seiner , zusammen mit -Uschi, -Uschi, @vonderleyen
    und @kajakallas
    — und plötzlich wird dieser #Überwachungswahnsinn doch wieder durchgedrückt.

    Nach außen Bürger beruhigen.
    In Brüssel anders laufen lassen.
    Und danach so tun, als habe man mit allem nichts zu tun.

    Genau diese #Doppelzüngigkeit kotzt die Menschen an.

    Gleichzeitig zahlen nicht wie normale in die gesetzliche Rentenkasse ein. Weit gefehlt. Nein für Ihre Beschissen Politik bedienen Sie sich noch Führstlich..

    Bei der Krankenkasse gibt es Sonderwege.
    Bei gibt es .
    Bei #Diäten gibt es .
    Bei gibt es .

    Aber beim Bürger?

    Da gibt es keine Sonderwege.

    Da gibt es höhere Beiträge.
    Mehr $Belastung.
    Mehr .
    Mehr .
    Mehr .
    Weniger .
    Weniger .

    Was bekommen Sie eigentlich heute an Pension beziehungsweise Altersversorgung vom Steuerzahler, Herr @peteraltmaier
    ? Und was bekommt eine Frau ? Und wie sieht es bei all den anderen aus, die über Jahre dieses Land regiert, verwaltet und in diese Lage gebracht haben?

    Für die Bürger gibt es .

    Für die politische Klasse gibt es .

    Das ist der eigentliche Skandal.

    Diese -Reform ist kein Zeichen von , sondern wieder ein Zeichen dafür, dass Politik ihre eigenen Fehler auf den der kleinen Leute austrägt.

    Die Beitragszahler werden bluten.
    Die Kranken werden es merken.
    Die Rentner werden es merken.
    Die Familien werden es merken.
    Die Menschen mit wenig Geld werden es merken.

    Und gleichzeitig werden die großen aus und das wieder schönreden.

    Die einen im öffentlich-rechtlichen werden von einem starken aus CDU, SPD und CSU erzählen.

    Die anderen, ob @ulfposh, @jreichelt
    und sein @niusde_ oder @maxmannhart und sein @apollo_news_de
    werden ihre eigene daraus bauen und wieder nur so weit kritisieren, wie es in ihr Geschäftsmodell passt.

    Am Ende bleibt für den #Bürger wieder derselbe Brei:

    Politik macht Fehler.
    Politik nennt es Reform.
    Medien verkaufen es als #Handlungsfähigkeit.
    Bürger zahlen.

    Nein, Herr Altmaier.

    #Handlungsfähigkeit wäre, wenn Politiker endlich selbst in dieselben einzahlen würden wie die Bürger.

    #Handlungsfähigkeit wäre, wenn Pensionen und zuerst auf den #Prüfstand kämen.

    #Handlungsfähigkeit wäre, wenn die nicht immer wieder auf dem Rücken der stabilisiert würde.

    #Handlungsfähigkeit wäre, wenn die Politik endlich eigene eingestehen würde.

    #Handlungsfähigkeit wäre, wenn Sie nicht immer nur nach unten , sondern oben anfangen würden.

    Der geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

    Und dieser ist längst gebrochen.

    Nur merken es die in Berlin und Brüssel offenbar weiterhin nicht.
    Doch spätestens zur nächsten Wahl, bekommen Sie es mit, da es längst nötig ist.

    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/reform-krankenversicherung-100.html

  • Deutschland auf der Überholspur ins Abseits – Wie Politik und Autoindustrie ihre Zukunft verspielen

    Deutschland auf der Überholspur ins Abseits – Wie Politik und Autoindustrie ihre Zukunft verspielen

    Deutschland auf der Überholspur ins Abseits?
    Wie Politik, Autoindustrie und Medien den Innovationsstandort Deutschland unter Druck setzen

    Die Diskussion über die Zukunft der deutschen Automobilindustrie wird längst nicht mehr allein in Entwicklungszentren oder Vorstandsetagen geführt. Sie findet ebenso in den Parlamenten, den Medien und den sozialen Netzwerken statt. Dabei entsteht zunehmend der Eindruck, dass wirtschaftliche, politische und mediale Interessen immer stärker miteinander verwoben sind.

    Der eingebundene Beitrag von Georg Pazderski mit Aussagen der Bundestagsabgeordneten Gerrit Huy zeigt exemplarisch, wie kontrovers inzwischen über den Zustand des Wirtschaftsstandortes Deutschland diskutiert wird.

    Unabhängig davon, wie man die Aussagen bewertet, zeigt sich vor allem eines: Die Zukunft der deutschen Industrie wird heute sehr unterschiedlich interpretiert. Während einige vor einem schleichenden Niedergang warnen, sehen andere den notwendigen Wandel hin zu neuen Technologien.

    Auch Medien tragen erheblich dazu bei, welche Perspektiven in der öffentlichen Debatte sichtbar werden. Aus meiner Sicht setzen einige alternative Medien wie Apollo News deutliche wirtschaftsliberale und konservative Schwerpunkte. Dort werden Entwicklungen in der Automobilindustrie häufig aus einem Blickwinkel dargestellt, der staatliche Eingriffe kritisch bewertet und marktwirtschaftliche Lösungen betont.

    „So entstehen Diktaturen“ – Kurt Lauk über die Krise der Automobil-Industrie und die Gründe

    https://apollo-news.net/page/2/?s=Auto+industrie

    Auch NIUS veröffentlicht regelmäßig Beiträge zur deutschen Autoindustrie. Nach meiner Einschätzung vertritt das Portal dabei häufig eine stark meinungsorientierte Linie und bewertet politische Entwicklungen deutlich kritischer als klassische Medien. Leser sollten sich deshalb – wie grundsätzlich bei jedem Medium – möglichst verschiedene Quellen ansehen und Aussagen miteinander vergleichen.

    https://nius.de/wirtschaft/motor-spezialist-ueber-autoindustrie-wenn-das-verbrenner-verbot-bleibt-sind-mindestens-200-000-jobs-weg

    https://nius.de/search?term=Autoindustrie

    Ebenso lohnt sich ein Blick auf politische Parteien. Sowohl die AfD als auch Teile der CDU und CSU – etwa Ministerpräsident Markus Söder – kritisieren die aktuelle Industrie- und Klimapolitik teilweise deutlich. Gleichzeitig vertreten andere Parteien einen stärkeren Fokus auf Elektrifizierung und Klimaschutz. Gerade diese unterschiedlichen politischen Konzepte machen deutlich, wie tief die Diskussion über den zukünftigen Kurs Deutschlands inzwischen geworden ist.

    Doch bei aller politischen Auseinandersetzung darf eine zentrale Frage nicht verloren gehen:

    Wie kann Deutschland seinen Ruf als Innovationsstandort erhalten, ohne dabei wirtschaftliche Stärke, Arbeitsplätze und technologische Kompetenz zu gefährden?

    Was Deutschland aus meiner Sicht wirklich braucht

    Die Debatte darf sich nicht länger ausschließlich um das Gegeneinander von Verbrenner und Elektroauto drehen. Deutschland verfügt über hervorragend ausgebildete Ingenieure, Hochschulen, mittelständische Unternehmen und innovative Entwickler. Genau dort liegt unsere eigentliche Stärke.

    Wir sollten stärker in Forschung investieren – unabhängig davon, ob es um Batterietechnologie, Wasserstoff, Feststoffspeicher, neue Elektromotoren, künstliche Intelligenz oder Open-Source-Software für Fahrzeuge geht.

    Innovation entsteht nicht durch ideologische Vorgaben, sondern durch Wettbewerb, Forschung und den Mut, neue Ideen zuzulassen.

    Gerade als langjähriger Beobachter der Open-Source-Szene sehe ich immer wieder, dass viele Innovationen außerhalb großer Konzerne entstehen. Kleine Entwicklergemeinschaften und unabhängige Projekte zeigen häufig, wie flexibel und kreativ technische Lösungen entstehen können. Auch daraus kann die deutsche Industrie lernen.

    Der neue YASA-Flux-Motor: Wie Mercedes die Welt erschüttern will – und was das für Deutschland bedeutet

    „Die Autoindustrie: Verschlafen von Innovationen und die Gefahr der Verschwörungsideologie im Aktienhandel“

    „Deutschland auf der Überholspur ins Abseits: Wie Medien, Politik und falsche Technologieentscheidungen die Autoindustrie in die Krise führen“

  • Max Mannert, Apollo News und die Fiktion vom freien Liberalismus – Eine kritische Gegenrede

    Max Mannert, Apollo News und die Fiktion vom freien Liberalismus – Eine kritische Gegenrede

    Er ist jung, wortgewandt, eloquent und auf YouTube, TikTok und in politischen Formaten derzeit omnipräsent: Max Mannert, Gründer von Apollo News, wird von vielen bereits als der „neue liberale Hoffnungsträger“ gefeiert. Er tritt auf als Gegenstimme zum Mainstream, gibt sich rebellisch – und doch bleibt vieles an seiner Haltung seltsam glatt, widersprüchlich und im tiefsten Inneren erstaunlich FDP-nah.

    In diesem Beitrag will ich einen genaueren Blick auf Max Mannert werfen – nicht als persönlichen Angriff, sondern als notwendige Einordnung in einen Medienhype, der sich selbst zu wenig reflektiert. Denn bei aller Medienkritik, die Mannert äußert: Wer sich selbst zum Sprachrohr einer vermeintlichen „neuen Aufklärung“ macht, muss sich auch selbst aushalten – im Spiegel seiner eigenen Aussagen.

    1. Zwischen Wehrpflicht, Eigenverantwortung und bequemer Distanz – Max Mannert und die „liberale Rhetorik des schlanken Fußes“

    In einem Interview – unter anderem bei Simone Kurweck – wurde Max Mannert direkt gefragt, ob er sich vorstellen könne, zur Bundeswehr zu gehen oder im Rahmen einer wieder eingeführten Wehrpflicht gemustert zu werden. Seine Antwort: eher ausweichend, eher kritisch. Die Frage sei für ihn „ideologisch aufgeladen“, das Thema an sich zu sehr von älteren Menschen dominiert, die – so seine Argumentation – in einer Demokratie eben die Mehrheit stellen und damit auch über seine Generation hinweg entscheiden würden.

    Interessant ist hier, wie sehr sich Mannert an der Stelle windet. Einerseits spricht er von einer ungleichen Machtverteilung zwischen Alt und Jung, was in der Analyse durchaus stimmt – aber gleichzeitig drückt er sich um eine klare Haltung herum. Waffe tragen? Nein danke. Krieg? Nicht sein Ding. Und doch, so scheint es, profitiert er von der moralischen Fallhöhe, die solche Fragen mit sich bringen, um sich rhetorisch als „differenzierter Kopf“ zu inszenieren – ohne wirklich Position zu beziehen.

    Gleichzeitig fordert er – wie so oft auf Apollo News – eine stärkere Eigenverantwortung, mehr Arbeitszeit für Arbeitnehmer, Einsparungen bei Renten und eine Rückkehr zur „wahren Marktwirtschaft“. Der klassische FDP-Kanon, abgeschmeckt mit liberalem Sendungsbewusstsein. Nur: Wenn es an seine eigene Verantwortung geht, macht er einen Rückzieher. Die Wehrpflicht ist ihm zu hart, die Waffe zu unbequem, und für den Ernstfall fehlt ihm der Wille zur Konsequenz.

    Das erinnert stark an den berühmten „schlanken Fuß“, den die FDP sich immer dann macht, wenn’s ans Eingemachte geht: Forderungen stellen – ja. Selbst tragen – lieber nicht. Genau in diesem Punkt wird Max Mannert unglaubwürdig. Denn wie glaubhaft ist ein Ruf nach mehr Disziplin und Verantwortung, wenn man selbst beim ersten echten Einsatzfall kneift?

    Auch sein wiederholtes Lamentieren über den „Verlust von Identität, Wahrheit, Kultur und Wachstum“ wirkt da eher wie eine blau gelackte Plattitüde, die zwar auf TikTok funktioniert, aber in der Tiefe keinen wirklichen Boden hat. Wer sich auf Marktwirtschaft beruft, sollte auch bereit sein, ihre sozialen Spannungen auszuhalten – und nicht nur dort zu kritisieren, wo es ins linke Lager passt.

    2. Die „Woken Linken“ und das Märchen vom verlorenen Wohlstand – Mannerts Niedergangserzählung auf dünnem Fundament

    In einem seiner Interviews – vermutlich bei Simone Kurweck oder in ähnlichen Formaten – entwirft Max Mannert ein gewohntes Bild: Die deutsche Gesellschaft sei früher einmal großartig gewesen, besonders in den 70er- bis 90er-Jahren. Eine breite Mittelschicht, funktionierendes Aufstiegsversprechen, Eigenheim, Urlaub, Auto, Wohlstand für alle – ein durch und durch positives Gesellschaftsmodell, wie er es nennt.

    Doch dieses Modell, so Mannert, sei durch eine politische Linke zerstört worden, die – getrieben von ihrer ideologischen Arroganz – alles schlechtrede: den Nationalstaat, die Kultur, das Auto, den Wohlstand, die fossilen Energien. Statt sich zum bestehenden System zu bekennen, habe man angefangen, dieses systematisch zu demontieren – unter dem Deckmantel von Klimapolitik, Wokeness, Energie- und Sozialwende.

    Er wirft dieser „linken Elite“ vor, eine Politik gemacht zu haben, die den Wohlstand bewusst aufgegeben habe: durch Verbote, durch Regulierung, durch eine übergriffige Geldpolitik. Und immer wieder fällt dabei ein Begriff, der als stiller Subtext mitschwingt: Hass – Hass auf Deutschland, Hass auf das Alte, Hass auf Normalität.

    Und hier, an diesem Punkt, lohnt es sich, genau hinzusehen.

    Denn was Mannert da erzählt, ist keine neutrale Analyse, sondern eine politisch konstruierte Erzählung, die sich eines stark emotionalisierten „Verlustdenkens“ bedient. Es ist die alte neoliberale Mär von der goldenen Vergangenheit, die angeblich von einer übergriffigen, linken Moral zerstört wurde. Nur:
    – Weder war die Gesellschaft damals so gleichberechtigt, wie er suggeriert,
    – noch ist der heutige soziale Verfall ausschließlich auf linke Politik zurückzuführen,
    – und erst recht war das Aufstiegsversprechen kein Geschenk des Marktes, sondern das Ergebnis sozialdemokratischer, arbeitnehmernaher Politik.

    📍Neuer Abschnitt: Die Eigentumsfrage – Heiliger Besitz und der liberal-kapitalistische Reflex

    Ein besonders aufschlussreicher Moment in Max Mannerts Denken offenbart sich immer dann, wenn er über Eigentum spricht. In einem Gespräch – mutmaßlich wieder bei Kurweck oder einem anderen Youtube-Format – entfaltet er ein klares Weltbild:
    Eigentum ist heilig. Punkt.
    Nicht verhandelbar, nicht regulierbar, nicht begrenzbar. Und jeder Eingriff des Staates – sei es durch Erbschaftssteuer, Vermögensabgaben, progressive Besteuerung oder Unternehmensregulierung – ist für ihn ein moralischer Tabubruch.

    Er sagt sinngemäß:

    „In einer freien Gesellschaft ist das Eigentumsrecht das Fundament. Wer in einem freien Wettbewerb Vermögen erwirtschaftet hat, dem gehört es. Punkt. Der Staat hat kein Recht, darüber zu verfügen – egal ob es um Millionen oder Milliarden geht. Wenn man einmal anfängt, Grenzen zu ziehen, kann man sie überall ziehen. Und genau das darf nicht sein.“

    Damit entlarvt sich sein Freiheitsbegriff als eindimensional – als ein rein wirtschaftsliberales Konzept, das nur den Schutz von Besitzenden kennt, aber nicht die Realität der Besitzlosen, der Abgehängten, derer, die gar nicht erst Teil dieses „freien Wettbewerbs“ sind.

    Dass Eigentum immer auch Macht bedeutet, dass große Vermögen ganze Gesellschaften beeinflussen, Demokratien unter Druck setzen, Märkte verzerren – davon ist bei ihm nicht die Rede. Stattdessen verteidigt er die Reichen als tragende Säulen des Fortschritts, als Innovationsmotor, als notwendiges Übel, um allgemeinen Wohlstand zu erzeugen.

    4. Mein Eigentumsbegriff: Freiheit braucht Fairness – nicht grenzenlose Anhäufung

    Wörtlich (oder sinngemäß) sagt er:

    „Wohlstand für alle entsteht nicht durch Umverteilung, sondern durch Wachstum, Innovation und Unternehmertum. Deshalb braucht eine Gesellschaft auch Milliardäre.“

    Doch wer bestimmt, was „Wohlstand für alle“ heißt?
    Wer definiert, was „Innovation“ ist?
    Und warum sollten ausgerechnet Milliardäre als Garant für Gerechtigkeit herhalten – wenn sie in Wahrheit oft von staatlicher Infrastruktur, Arbeitskraft der Vielen und Steuerschlupflöchern profitieren, die genau dieses System aufweichen?

    Was Mannert betreibt, ist die Moralisierung des Marktes:
    Er kleidet wirtschaftliche Machtverhältnisse in moralische Prinzipien und macht daraus eine Art Eigentumsreligion. Dabei ist das Eigentumsrecht nicht naturgegeben, sondern ein gesellschaftlicher Vertrag – und jeder Vertrag darf diskutiert, hinterfragt und angepasst werden.

    Vor allem dann, wenn wenige alles besitzen – und viele kaum etwas zum Leben haben.
    Was wir jetzt in der Politik,selbst erleben, zeigt, warum das jedes Mal diskutiert werden muss!

    5. Fazit: Freiheit heißt auch, sich auszuhalten

    Trotz aller Kritik an Max Mannert und seiner wirtschaftsliberalen Engführung gibt es einen Punkt, den ich ihm hoch anrechne: Sein Einsatz für die Meinungsfreiheit.

    Denn in einer Zeit, in der immer mehr Gedanken, Worte und Perspektiven gefiltert, moralisiert oder vorsortiert werden, braucht es Menschen, die sagen:
    „Ich darf das sagen.“ – Und andere dürfen widersprechen.

    Meinungsfreiheit ist für mich genauso ein Grundwert wie das Eigentumsrecht – vielleicht sogar noch fundamentaler. Sie darf nicht durch Angst, Konformitätsdruck oder digitale Daumenregeln eingeschränkt werden. Jeder Mensch sollte das Recht haben, zu sagen, was er denkt, zu schreiben, was ihn bewegt und zu fühlen, was ihn betrifft – ohne sofort an Pranger oder Algorithmen zu geraten.

    Und ja: Auch das hat Guido Westerwelle schon früh erkannt. Damals, unterwegs mit seinem gelben Mobil, warnte er:

    „Die Meinungsfreiheit stirbt nicht mit einem großen Knall, sondern sie stirbt Zentimeter für Zentimeter, wenn wir nicht aufpassen.“

    Heute sind wir genau an diesem Punkt.
    Deshalb braucht es Texte wie diesen, Diskussionen wie diese, Widerspruch, Perspektiven, auch Provokation – aber eben mit Haltung.

    Denn Demokratie heißt nicht, dass alle das Gleiche sagen.
    Sondern dass jeder das Seine sagen darf – und die anderen zuhören.